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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umzug mit Hund



Chelsea
07.04.2003, 14:19
Hallo,

nach über 18-monatiger Suche ist es endlich soweit. Nach Ostern ziehen wir in ein schönes EFH mit Garten auf dem Lande. Dann muss unsere Dobihündin mit ihrer schweren HD, Spondylose und Arthrose endlich keine Treppen mehr steigen!!! Naja, unsere Suche nach `nem hundefreundlichen Vermieter hat ja auch lange genug gedauert....
Zu meinem eigentlichen Problem. Unsere Tierheimdobihündin ist extrem sensibel und stressanfällig. Abweichungen von ihrem gewohnten Tagesrythmus, Besuche von Freunden oder aber auch Besuche und Übernachtungen von uns bei Freunden bereiten ihr doch noch Stress (zumindest, wenn sie Gegend und Leute noch nicht kennt.). Inzwischen ist es schon sehr viel besser geworden, aber während der Umzugszeit lassen sich eine gewisse Hektik und viele ungewohnte Situationen ja nun mal nicht vermeiden.
Wie habt Ihr Euren Hunden während eines Umzuges geholfen? Haben Bachblüten etwas gebracht? Wie haben die Tiere alles verkraftet? Unsere Hündin soll in Zukunft im Wohnzimmer schlafen und nicht mehr vor unserem Schlafzimmer, das nun im ersten Stock liegt. Ich halte es daher für sinnvoller die ersten Nächte besser mit ihr im Wohnzimmer zu schlafen und ihr das Obergeschoss nur kurz zu zeigen. Oder sollte sie die ersten Nächte oben schlafen dürfen, damit sie weiss, dass wir auch dort sind?
Also, wie sind Eure Erfahrungen? Wer hat Tipps und Ratschläge, damit wir alles einigermassen stressfrei über die Bühne bringen?

Viele Grüsse,

Christiane und Chelsea

Superjeile Zick
07.04.2003, 16:07
Hallo Christiane!

Lasst sie ruhig einiges mitlerleben von Anfang an. Nehmt sie, solange ihr keine großen Arbeiten vor habt (also wo sie wirklich im Weg stehen würd) mit, damit sie schon mal sich etwas umsehen kann und abends dies in gewohnter Umgebung verarbeitet.

Am Umzugstag selbst würde ich sie bei Bekannten unterbringen. Schließlich steht sie dann wirklich nur im Weg und auch noch viele Leute die helfen. In der neuen Wohnung sollte dann Abends ihr Schlafplatz an der Stelle stehen, wo er auch entgültig sein soll. Gleiches gilt für Futter- und Trinknapf.

Durch die HD würde ich ihr das Obergeschoss dirket ganz verbieten. Schließlich gewöhnen sich alle unsere Hund schlecht Angewohnheiten äußerst schnell an ;).

zasko
07.04.2003, 16:58
Hallo Christiane,

da es sich bei meinem Umzug um eine größere Strecke handelte (ca. 400 km), kannte mein Hund die neue Wohnung noch nicht. Ich hatte ihn während des Zusammenpackens mit dabei und während die Möbelpacker alles ausgeräumt haben, hat er im Auto geschlafen. Das wäre glaub' ich ein bisschen viel für ihn gewesen. Erstens hätte er überall im Weg gestanden und dann räumen die auch noch sein Revier aus!!! Da wir dann die erste Nacht in der völlig leeren Wohnung mit Notversorgung (Luftmatratze/Schlafsack, zwei Kaffeebecher, na, ja, und was man noch so zum Picknicken braucht) übernachtet haben und dann am nächsten Tag die Möbelpacker den ganzen Krempel gebracht haben, fand' ich es angebrachter, meinen Hund bei meinen Eltern für ein paar Tage unterzubringen. Wir mussten dann auch erstmal die ganze Küche installieren, Lampen, noch einiges streichen, sprich die ersten Tage herrschte in der neuen Wohnung Chaos. Und ich dachte mir, es ist für den Hund besser, in eine Umgebung zu kommen, die soweit "fertig" ist, und in der er all die bekannten Möbel, seine Decken, etc. wiederentdeckt. Als ich ihn dann geholt habe, ist er schnüffelnd durch die ganze Wohnung gezogen, hat seine Nase überall rangehalten, wo's nach uns roch und sich nach ein paar Minuten auf seine Decke ins Wohnzimmer gelegt.
Die ersten Tage habe ich ihn nicht allein gelassen. Leider musste ich dann aber 5 Tage später meine neue Arbeitsstelle antreten, aber da ist mein Freund noch eine Woche bei dem Hund geblieben, damit er sich an den neuen Trott gewöhnen konnte.
Bei uns hat es keinerlei Probleme gegeben.

Ansonsten würde ich euch auch raten, dass Obergeschoss gleich für den Hund als Tabuzone zu erklären.

Liebe Grüße und viel Erfolg
Susannne

U.Keller
08.04.2003, 22:54
Hallo Christiane,
ich habe Caspar bei zwei Umzügen dabei gehabt. Das bedeutet aber nur Stress für Mensch und Tier. Caspar ist zwar einiges gewöhnt, aber bei den Umzügen legte er sich immer nur ruhig in eine Ecke und man sah ihm an: Wann ist das alles vorbei? Wo liegt meine Decke? Bei dritten Umzug haben wir Cordel (Hündin von meinem Freund) und Caspar meiner Mutter zur Pflege gegeben. Allerdings auch nur für das Wochenende beim Umzug. Aber es war einfach besser für alle. In der neuen Wohnung hat Caspar immer gleich seine Plätze gezeigt bekommen und auch Verbote für bestimmte Bereiche (Küche). Also keine Sonderregelungen für die erste Zeit. Das führt zur Gewöhnung und Umgewöhnung ist schwerer als rechtzeitige Regeleinführung. Also viel Spass im neuen Heim,
Ute

poekelmaus
09.04.2003, 08:39
Hallo!
Habe auch gerade einen Umzug in ein EFH hinter mir. Hatte auch so meine Bedenken wegen dem Hund. Ich hab es so gemacht, daß mein Golden vorher so oft als möglich mit mir mit war und dadurch schon mal alles kannte. Am Tag der Übersiedlung hab ich ihn dann den Tag über zu meiner Schwester gebracht und am Abend war dann schon alles im Haus, also sein Körbchen, seine Decke etc. Er kam rein, sah die Möbel, beschnupperte sie, schaute nach seinen Sachen und das war es dann. Ab in den Garten zum Spielen! Auch die erste Nacht hat er sehr ruhig neben mir verbracht. Ich hab ihn dann bewusst nie lange die ersten Tage alleine gelassen, aber mittlerweile hat er sich dran gewöhnt und es ist kein Problem mehr. Viel Glück und Spaß im neuen Heim!
Lg Ingrid

Chelsea
10.04.2003, 09:49
Hallo alle zusammen,

Danke für Eure Antworten. Wie es scheint, haben ja alle Hunde die Umzüge überlebt, also werden wir es wohl auch.:)
Allerdings gestaltet sich die Lage bei uns etwas schwieriger. Wir bekommen erst Donnerstag abends den Schlüssel, bringen Freitags die ersten Sachen `rüber, bevor Samstags der grosse Umzug ist. Mit langer Eingewöhnungszeit ist also nichts...:(
Ausserdem ist unser sensibles Tierheimmädel leider so auf uns fixiert und fremden, aber auch bekannten Leuten gegenüber ohne uns extrem scheu!!!
Wir haben vor 1 1/2 Jahren sehr lange versucht, einen Hundesitter zu finden, eben für solche Notfälle. Aber das bereitet ihr noch viel mehr Stress. Da blieb sie immer lieber allein in ihrem sicheren Zuhause, was es ja dann aber erst mal nicht mehr gibt.
Naja, wir werden versuchen möglichst wenig Hektik aufkommen zu lassen; Chelsea wird wohl von Zimmer zu Zimmer ziehen müssen und in der Endphase kurze Zeit im Auto verbringen. Aber dort kann sie dann wenigstens in Ruhe schlafen.
Ansonsten werde ich mir viel Zeit für kurze Spaziergeh-, Spiel-, und Streicheleinheiten nehmen. Auch wenn unsere Umzugshelfer dann mal wieder meinen, dass ich zuviel Theater um den Hund machen werde.:rolleyes:
Aber solange Chelsea immer bei uns ist und nicht irgendwo "in der Fremde" gelassen wird, wird sie es wohl überleben. Ihr neues Zuhause mit schönem grossen Garten wird ihr schon über den Verlust der vertrauten Umgebung und den kurzweiligen Stress hinweghelfen.

Drückt uns die Daumen und Pfoten!

LG Christiane und Chelsea (die noch nicht ahnt, was ihr bald bevorsteht...)

zasko
10.04.2003, 12:26
Hallo Christiane,

hmmm, sag' mal, kennt Chelsea eine Box als sichere Rückzugsmöglichkeit? Das wäre dann vielleicht noch eine Alternative, sie ist zwar bei euch, aber hat ihren sicheren Platz, an dem ihr nichts passieren kann. Bis Ostern dürfte die Zeit allerdings zu knapp sein, sie noch an eine zu gewöhnen - zumindest so, dass es für sie die sichere Wohlfühlhöhle ist. Es sei denn, sie liebt ohnehin Höhlen, und nimmt die Box von selber freudestrahlend an. Gibt's auch (sollte man aber lieber erst mal mit 'ner geliehenen Box testen, die Dinger sind teuer!).

Auf jeden Fall würde ich sie nicht von Zimmer zu Zimmer schicken. Überlegt euch vorher, in welcher Reihenfolge ihr die Zimmer ausräumen wollt und legt einen Raum fest, der zum Schluss dran kommt. In diesen Raum würde ich sie legen (mit bekannter Decke/Korb, Wasser, vielleicht Spielzeug), sobald der Trubel losgeht. Dann, wie du schon geschrieben hast, sich ab und an mal um sie kümmern, aber bring' sie immer wieder in den selben, ihr bekannten Raum. Wenn ihr dann den ausräumt, kommt sie ins Auto. Anschließend zumindest halbwegs einen Raum im neuen Haus einrichten (auch vorher mal überlegen, was sich eignet (leider wahrscheinlich nicht das Schlafzimmer, weil das ja dann oben liegen soll, sonst wäre das der ideale Kandidat - zuletzt aus- und zuerst einräumen :D)), dort Chelsea's Korb oder Decke samt Wassernapf hinein, vielleicht noch ein vertrautes Spielzeug und dann lasst sie da hinein, während ihr den Rest ins Haus schleppt. Erst wenn alle Umzugshelfer fort sind, würde ich sie auf Entdeckungstour gehen lassen.
Das ständige von Raum zu Raum ziehen, ist meines Erachtens zu viel Stress, da weiß sie doch dann gar nicht, woran sie ist.

Viel Erfolg und gute Nerven für den Umzug (ich find' sowas immer grässlich!)
Susanne