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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeschule



aki
06.04.2003, 14:13
Hallo,

ich war gestern zum ersten mal mit meiner 10 Monate alten Hündin bei einem Kurs für Grundgehorsam. Was ich eigentlich will, ist das mein Hund bei Fuß geht, auch wenn andere Hunde kommen, und dass sie auch bei schwierigen Situationen kommt (beim Spielen mit anderen Hunden).
Gestern haben wir dann Sitz geübt und Fuß. Beim Fuß gehen sollte man wenn er nach vorne oder zur Seite zieht immer an der Leine rucken und energisch Pfui sagen. Sobald er dann aber vernünftig neben einem ging und zum Schluß brav Sitz gemacht hat wurde er gelobt und bekam eine Belohnung. Ist das immer so bei diesen Kursen?? Ich hab bei meinem Hund immer nur ein bisschen mit der Leine geruckt, aber andere haben an ihrem Hund richtig rumgerissen. Stimmt das, dass ihnen das nicht weh tut??
Außerdem wird da nie ohne Leine geübt. Der Trainer meinte das wenn der Kurs zuende wäre, die Hunde so gehorsam seien, dass die Hunde auch ohne Leine laufen können. Ist das richtig? Aber wieso kann man dann nicht auch schon auf dem Platz ohne Leine üben??

Aki

NickvanBergen
06.04.2003, 20:02
@Aki
Leider hast Du nicht geschrieben ob Du in der Gruppe gelaufen bist oder allein.
Aber egal: Die Leine muss erstmal sein damit Du den Hund absichern kannst, d.h. Du hast die Möglichkeit Deinen Hund zu lenken.Wenn das komplett abgesichert ist kommt dann auch die Freifolge.Eigentlich logisch, denn wenn Du ohne Leine anfängst hast Du schlechte Möglichkeiten dem Hund genau zu zeigen was Du willst.
Zum Rucken:Es ist tatsächlich so, das dem Hund das nicht sonderlich schmerzt.Wenn Du ziehst, kann der Hund sich darauf einstellen und der Druck des Ziehen veranlasst den Hund gegenzusteuern, er setzt seine ganze Kraft ein um seinen Willen durchzusetzen. Beim Leinenruck ist er beeindruckt und schaut zu Dir auf.Du kannst ja auch mal privat üben und gehst einfach mal so vier oder fünf Winkel mit Leineruck und zeigst so dem Hund wo Du hinwillst und nicht wo er hin will.
lg
nick

Tina2809
06.04.2003, 20:18
Hallo Aki!

ich war gestern zum ersten mal mit meiner 10 Monate alten Hündin bei einem Kurs für Grundgehorsam.
Zunächstmal ist es für Deine Hündin total neu und ungewohnt, Gehorsamsübungen auf dem Platz zu machen. Du wirst Dich also mit den ersten Erfolgen noch gedulden müssen... ;) Keine Angst, das haben wir fast alle durchgemacht :D :D
Zu dem Trainer:
Es stimmt schon, daß man anfangs alles mit Leine übt. Du wirst sehen, daß es schon ein riesen Stück Arbeit ist, sie Gehorsamsübungen mit Leine ordentlich zu machen.
Aber das rumreissen und zerren an den Hunden finde ich das allerletzte. Es tut weh. Definitiv!
Die hätten mich da das letzte Mal gesehen
:mad: :(
Ohne Gewalt gehts auch- vielleicht nicht so fix wie mit- aber mein Hund und ich bilden eine Einheit, die zusammenarbeitet. Gewaltfrei und indem wir aufeinander eingehen.

@Nick:
Leg Dir bitte mal ein Halsband um, und laß jemanden dran Rucken. Bin mal gespannt, wie beeindruckt du dann bist.
Herrjesses!

Sorry Aki, daß ich nicht sooo ausführlich war, ich nehm mir morgen nochmal die Zeit, wenn ich mich abgeregt habe.
Einen kleinen Tipp noch: Durchsuche mal das Forum- da findest Du sehr viele Infos dazu, woran man ne gute Hundeschule erkennt!

Liebe Grüsse
Tina

sporty
06.04.2003, 20:23
@nick

sag mal wie soll sich ein hund denn an schemrzen gewöhnen?
wenn dir jemand 100x ins gesicht schlägt gewöhnst du dich auch dran????
oder damit du nicht sagen kannst das ist ja was ganz anderes
was ist wenn dich jamnd dauernd würgt????

also ehrlich du bist ja ech ein schlaues bürschchen *kopschüttel*


nicole die jetzt lieber nicht mehr dazu schreibt

gini_aiko
06.04.2003, 20:52
hallo,

ein hund hat sehr wohl schmerzen, wenn er über ruck erzogen wird - nur stumpft eben ab, dann wird wieder fester geruckt, immer wieder ... dann nimmt man ne kette ... dann auf zug .... weil alles irgendwann nicht mehr wirkt :mad: :mad: :mad: :mad: pfui teufel sag ich da.

gruß claudi

Tina2809
06.04.2003, 21:33
....oder so...

Nick, dann lieber wieder Futterquiz!

sporty
06.04.2003, 21:51
loool

tina so ist es
es ist zwar auch totaler schwachsinn aber tut wenigstens keinem weh

Christina2012
07.04.2003, 10:25
hallo an alle.

ich finde diese disusion um die schmerzen beim rucken etwas übertrieben. ein kleiner KURZER ruck am hansband unseres hundes ist kein schmerz für ihn, den er versuch krampfhaft auszuhalten. beobachtet eure hunde doch mal beim spielen mit anderen hunden. wie die sich da verbiegen, "beißen" und sonst noch was. ein hund ist nicht aus zucker!
ich bin völlig gegen gewalt, das ist klar. nie wurde mein jonny von mir geschlagen, aber das rucken an der leine finde ich legitim. natürlich sollte man seine kräfte dem hund anpassen. es ist schlecht, wenn ein 90 kg mann seinen 6 kg welpen mit aller kraft ruckt, dass tut ihm weh, da fliegt er weg, aber wenn dem welpen ein signal mit einem ruck gibt tut ihm das nicht weh. ich denke es ist wie nick gesagt hat. dauernder druck ist schlecht, bei einem ruck ist der hund verwundert.
mal ganz nebenbei, wenn dieser ruck dem hund weh tut, würde er sich doch bemerkbar machen..., jendefalls tut mein hund dass, wenn ich ihn ausversehen trete oder sonst was.
der welpe schaut verwundert nach oben. gerade die haben doch noch so viel unsicherheit, dass sie mit sicherheit nicht "sagen": ok, dass tut zwar weh, aber ich muss das aushalten... die schreien und versuchen aus der situation raus zukommen...

@aki
dass nur mit leine geübt wird finde ich auch völlig normal, schließlich ist dein hund 10 monate alt und das erste mal da. versuch diese übungen doch mal ohne leine :D

ein ruck ist keine gewalt, denn sonst wäre so ziemlich jeder gewaltätig. soagr eine mutter haut ihrem kind mal auf die finder oder hält es am arm fest.
ich finde jeder sollte für sich sehen, wie er seinen hund erzieht. natürlich gibt es grenzen, aber die hat ein ruck nicht überschritten.


also ehrlich du bist ja ech ein schlaues bürschchen *kopschüttel*

solche äußerungen finde ich auch völlig unqualifiziert. die gespäche zwischen hundefreunden solten meiner meinung nach nicht als beleidigungswettkampf enden. jeder hat seine meinung und die sollten andere respektieren...

einen schönen tag noch allen,

LG christina

Girasol
07.04.2003, 11:44
Hallo Allerseits!

Nun melde ich mich auch zu Wort, vor allem zu dem Posting von Christina:

ich finde diese disusion um die schmerzen beim rucken etwas übertrieben. ein kleiner KURZER ruck am hansband unseres hundes ist kein schmerz für ihn, den er versuch krampfhaft auszuhalten
Dazu möchte ich gerne etwas dazu rein kopieren:

"Alle Welt spricht von gewaltfreier Hunderziehung - doch nur wenige machen sich darüber Gedanken, was sie ihrem Vierbeiner mit einem Halsband antun. Verhaltensforscher haben gezeigt, dass der Hals des Hundes eine ganz besondere Rolle im hündischen Sozialverhalten spielt.

Den Hals des Hundes kann man als "soziale Empfangsstation" bezeichnen. Hier spielt sich alles ab - hier wird Über- beziehungsweise Unterlegenheit ausgehandelt, enge Freunde beschnuppern sich an der Halsseite - und dann kommt der Freund Mensch: Der legt seinem Hund ein normales Halsband an und begibt sich damit auf sehr sensibles Terrain. Jeder Leinenruck wirkt über das Halsband auf den empfindlichen Hals ein. Damit wird im Grunde jedesmal die Frage nach der Rangordnung gestellt, doch der Mensch lässt die endgültige Antwort jedesmal offen, da er sich mit dem über den Hals gegebenen Ruck zufrieden gibt.

Zwei Reaktionen des Hundes auf diese Einwirkung sind nun denkbar: Entweder, er setzt sich darüber hinweg und zieht nun erst recht (Zug erzeugt Gegenzug) und riskiert damit den nächsten, nun natürlich noch kräftigeren Ruck (und das Spiel beginnt von neuem). Oder der Hund wird so verunsichert, dass er sich aus Angst vor der gewaltsamen Einwirkung nun gar nicht mehr nach vorne traut. Was sogenannte "Erziehungshalsbänder" wie "Gesundheitswürger" (schon bei diesem Wort dreht sich mir der Magen um), Stachelhalsungen oder Elektroschock-Halsbänder anrichten, kann man sich nach dem hier Gesagten nun gut vorstellen.

Zudem hat sich gezeigt, dass durch Halsbänder bzw. den über sie auf den Hals einwirkenden Leinenruck erhebliche Verletzungen im Kehlkopf- und Halswirbelsäulenbereich entstehen können!

Wollen wir wirklich, dass der Hund nur aus Angst "funktioniert"? Wollen wir wirklich Verletzungen riskieren? Wäre eine - auch hier - gewaltfreie Erziehung ohne diese Gefahren nicht wünschenswert?"

Soviel zu Christina´s Ausführungen.


Girasol

AnnaS
07.04.2003, 12:15
Ich geb nun auch mal meinen Senf dazu, denn dieses Thema geht irgendwie an jeglichem Verstand vorbei.

Thema Leinenruck:
Natürlich ist es ein um einiges schnellerer Weg zum Ziel, wenn man seinen Hund mit einem Leinenruck zurück zieht. Aber ist es auch der beste Weg? Nein.
Man kann einem Hund das Gezerre an der Leine auch abgwöhnen, in dem man stehen bleibt, und der Hund einfach nicht weiterhin dorthin kommt, wo es ihn so hinzieht (im wahrsten Sinne des Wortes). Man bleibt stehen, dreht sich um und wartet, bis die Leine wieder locker ist, sprich bis der Hund nicht mehr zieht.
Das ist ein langes Unterfangen, könnte man sagen, weil man doch ständig wieder stehen bleibt, und es sicherlich länger dauert, als wenn man dem Hund durch Schmerzen verunsichert.
Und Schmerzen sind es definitiv. Vielleicht nicht solche Schmerzen, die den Hund aufjaulen lassen, aber dennoch sind es Schmerzen.

Thema Hundeschule:
Meiner Meinung nach solltest du die Hundeschule wechseln. Denn wo mit Leinenruck gearbeitet wird, könnte ich mit meinem Hund guten Gewissens nicht mehr hingehen. Zweitens ist es meiner Ansicht nach auch keine gute Hundeschule, wenn die Hunde wirklich ausschließlich an der Leine gehen sollen, und dann noch der Kommentar, wenn der Kurs vorbei wäre, würden die Hunde wirklich so gehorchen, dass sie auch aus dem Freilauf angelaufen kommen.

Begründung:
1.) Wenn der Hund nur an der Leine ist, ist irgendwann sein Entdeckerdrang groß. Der erste Freilauf bietet ungeahnte Freiheiten für den Hund. Will da wirklich jemand dran glauben, dass der Hund sich dann aus einem spaßigen Spiel mit anderen Hunden abrufen lässt?
2.) Selbst wenn die Hunde ERSTMAL Grundgehorsam an der Leine lernen, sollten die Hunde doch zwischendurch freilaufend mit den anderen Hunden spielen können. Können die Hunde das nicht, bezweifle ich mal ganz stark, dass überhaupt ein vernünftiges Üben möglich ist, denn die Hunde sind natürlich neugierig auf die anderen Hunde, möchten Kontakte knüpfen, usw. Und dann sollen sie mit 5 anderen Hunden zusammen üben, dürfen aber zwischendurch nicht miteinander spielen und sollen sich also ignorieren?
3.) Eine Hundeschule ist meines Erachtens nach auch eine sehr gute Möglichkeit, den Hund zu sozialisieren. Das geht wohl kaum, wenn die Hunde nicht miteinander spielen dürfen.
4.) Ein Hund kann sich unmöglich über eine ganze Stunde konzentrieren. Also muss er zwischendurch Pausen haben. Warum sollte er die nicht freilaufend beim Spiel mit anderen Hunden genießen?
5.) Wo lernt der Hund besser, sich auch aus dem Spiel mit anderen Hunden abrufen zu lassen, als in der Hundeschule?

Und wenn dann geübt wird, sollte sicherlich die Leine erst mal dran bleiben. Denn so lernt der Hund Grundgehorsam und Leinenführigkeit. Aber zwischendurch gehört die Leine auch ab.

Sorry, wenn dieser Beitrag etwas heftig rüberkam. Aber mich nervt es wirklich, wenn manche Menschen glauben, dass sie schnell zu Erfolg wollen und einfach das tun, was der scheinbar schnellste Weg ist, ohne darüber nachzudenken, ob der schnellste Weg immer der beste ist.
Und wenn ich höre, dass Hundeschulen sowas noch unterstützen..............naj a.

Anna

PS: @ Aki - das war natürlich nicht auf dich persönlich bezogen, denn du hast ja nur eine Frage dazu gestellt. In erster Linie gehts gegen deine Hundeschule und auch gegen Nick und Christian, die das scheinbar absolut unterstützen.

Christina2012
07.04.2003, 12:38
Wollen wir wirklich, dass der Hund nur aus Angst "funktioniert"? Wollen wir wirklich Verletzungen riskieren?

@girasol
genau das ist es, was ich meine. verletzungen riskieren. wie doll ruck ihr alle sammt, oder würdet ihr denn an eurem hund rucken? ihr sollt ihn doch nicht bis zu 5 meter weg ziehen, ein kleiner ruck. den verletzt niemand, ansonsten wären hunde dauerpatienten beim arzt. beim toben "beißen" sich die hunde sogar in den hals, die "kämpfen" miteinander...


gewaltfreie Erziehung ohne diese Gefahren nicht wünschenswert

dann wieder die gewalt. überlege doch bitte mal, was gewalt ist. nach deinen ausführungen würde jeder mensch gewaltätig durchs leben gehen. wenn ich eine flasche öffne, mache ich dies mit kraft - ist das gewalt ; wenn mein hund etwas tut, was er nicht darf, sage ich energisch "pfui" und, je nach dem wie ernst die lage oder seine "tat" war, halte ich ihn fest - ist das gewalt. wenn dein hund etwas tut was er nicht soll, gehst du zu ihm und sagt: also nein mein bello, sowas sollst du nicht?
das ist auch nicht der richtige weg.
es gibt verschiedene meinungen, dass ist klar, aber ich finde von einem ruck, eine klapps auf den hintern oder das maul zuhalten (ganz abgesehen davon, ob ich es bei meinem hund mache) ist keine gewalt.


Damit wird im Grunde jedesmal die Frage nach der Rangordnung gestellt,

natürlich wird die frage nach der rangordung gestellt. der hund, der rangniedrigere, tut etwas was er nicht darf, ich als ranghöherer zeige ihm, dass es so nicht geht. die antwort lasse ich nicht offen, denn der hund merkt, sie sind ja nicht dumm, dass dieses einwirken aufhört, wenn er das tut was er soll.

ich habe meinen hund auch mit rucken erzogen und er geht mit sicherheit nicht ängstlich an der leine. ängstliche hunde schnuppern nicht in der gegen rum, schauen sich andere hunde an oder haben ihre rute völlig normal und nicht eingeklemmt zwischen den hinterbeinen.


Zudem hat sich gezeigt, dass durch Halsbänder bzw. den über sie auf den Hals einwirkenden Leinenruck erhebliche Verletzungen im Kehlkopf- und Halswirbelsäulenbereich entstehen können!

diese verletzungen entstehen nicht durch den ruck. halswirbelsäulenverletzungen bekommt der hund durch permandenten druck.
als ich meinen hund noch nicht mit "rucken" erzogen habe, lag er in der leine, er hat gehächelt und gehustet. ganz ohne rucke gab es auswirkungen auf seinen kehlkof, seine lunge ect.
wenn du so argumentierts, sollte man für den hund ein geschirr kaufen.

egal, ob ruck gut oder schlecht, ich finde gewalt ist hier nicht das richtige wort. alle in diesem forum lieben ihre hunde, davon kann man ausgehen, also würden sie ihren hunden niemals gewalt antun.
rucke sind erziehungsformen über die man streiten kann, genau wie der "unsichtbare elektrische zaun" oder diese hundepfeifen mit unglaublich hoher frequenz.
jeder hundehalter sollte seinen hund beobachten. wenn nun einer merkt, dass sein hund wirklich mit schmerzen auf rucke reagiert, sollte er es lassen. auch sollten wir menschen es lassen musik anzumachen oder laut zumachen, wenn wir merken, dass unser vierbeiner sich unwohl fühlt.
das sollte eine individuelle beobachtung sein...

gruß christina

Christina2012
07.04.2003, 12:51
@annas


Man kann einem Hund das Gezerre an der Leine auch abgwöhnen, in dem man stehen bleibt, und der Hund einfach nicht weiterhin dorthin kommt, wo es ihn so hinzieht

das finde ich ist ganz klar ein argument "gegen" dich. wie bitte machst du das? wenn man mit seinem hund spazieren geht und er zieht, soll man nach deinen ausführungen stehen bleiben. huch, gibt es da dann nicht einen ruck an der leine, wenn man plötzlich ohne jegliche vorwarnung stehen bleibt?
probiere das doch bitte mal aus...
was anderes wäre es, wenn du zu deinem hund sagst "bello stop", dann weiß er "ok wir halten an" aber dann bringt er das stehen bleiben nicht mehr mit seinem gezerre in verbindung, sondern mit dem stop.

zu den hundeschule meine ich auch, dass das lernen an der leine wichtig ist, denn welcher junghund läuft sofort bei fuß. also lernen an der leine wichtig! aber natürlich sollten hunde, vorallem welpen, auch ohne leine toben dürfen.
so wie ich aki verstanden habe, war er verwundert, dass nur an der leine GEÜBT wurde. zu den spielereine drum herum hatte ich nichts geschrieben.

ich unterstütze auch das rucken nicht, sondern ich hatte für mich gemerkt, dass es der beste weg war meinem hund das gezerre abzugewöhnen und keine negativen erlebnisse mit jonny und dem ruck hatte.
ABER ich sage nicht, dass es jeder machen sollte. (siehe vorherigen text, letzter absatz)

schön gruß, christina

Tina2809
07.04.2003, 13:14
Christina,

leg Dir ein Halsband um, und laß mal jemanden Rucken.
Und dann erzähl mal, wie Du es empfunden hast.

Es geht hier ja auch nicht nur um die Heftigkeit, sondern auch um die Häufigkeit.
Ein steter Tropfen höhlt auch den Stein- oder so irgendwie ging das Sprichwort. Da ist schon was dran!
Man wirkt entgegen der Bewegung des Hundes und auch wenn Dein Rck nur klein ist, Du stoppst den gesamten Bewegungsablauf an einem einzigen Punkt.

Und jetzt gibts keinen Leinenruck sondern ein
Aus! und Platz!

Grüsse
Tna

AnnaS
07.04.2003, 13:26
Christina, dass du ein Argument gegen MICH findest, finde ich schon schlapp. Ich denke mal, du meintest ein Argument gegen meine Argumentation, dann ist das ok ;) .

Was heißt, ich soll ausprobieren, ob es nicht auch einen Ruck gibt, wenn ich stehenbleibe? Ich HABE es ausprobiert, da ich meinem Hund so das Zerren abgewöhne, wobei sie es nur ziemlich selten macht.
Und NEIN, es gibt keinen Ruck, denn sonst würde ja jeder Stop an der Straße oder der Stop, wenn man zu Hause ist, ebenfalls einen Ruck erzeugen. Und sorry, aber wenn du ohne deinen Hund zu rucken nicht stehenbleiben kannst, solltest du das noch mal üben.

Es geht dann lediglich nicht weiter, wenn ich stehenbleibe. Das ist alles. Und der Hund lernt sehr wohl, dass er so nicht zu seinem gewünschten Ziel kommt und auch, dass er nicht schneller voran kommt. Wenn du ein Beispiel brauchst um es mir zu glauben bist du herzlich eingeladen, um an meinem lebendem Beispiel von Hund dich zu überzeugen.
Sonst würde es ja nicht zwei - drei Mal reichen, stehen zu bleiben. Denn danach geht Peppa anständig an der Leine. Davon abgesehen muss sie auch nicht Fuß gehen, sondern nur ordentlich an der Leine laufen. Es gibt meiner Meinung nach wenige Situationen, wo der Hund wirklich Fuß gehen muss.

Anna

Christina2012
07.04.2003, 13:43
@annas
zuerst habe ich auch gedacht, soll ich dieses zitat bringen oder nicht, aber ich dachte es ist korintenzählerei, aber wo du nun das beispiel mit dem gegen dich gebracht hast... (ganz nebenbei ich bin christiNA) ;)


In erster Linie gehts gegen deine Hundeschule und auch gegen Nick und Christian QUOTE]

ich hoffe, deine beiträge gehen auch nicht gegen mich, sondern gegen meine meinung, denn mich kennst du nicht...

aber egal...

stelle dir bitte mal ein auto vor welches fährt. es fähr und fährt und plötzlich bleibt es stehen, was passiert dann? glaubst du alles bleibt wie es ist? nein, das ist ganz einfache physik. alles in dem auto rutscht nach vorne. so auch bei dem hund. plötzlich bleibst du stehen, dein hund wollte aber eigentlich weiter - ruck - und dann bleibt er stehen...

[QUOTE]Du stoppst den gesamten Bewegungsablauf an einem einzigen Punkt.

das ist von tina, was eigentlich "an mich" gemeint war, aber auch wunderbar zu deinem stehenbleiben passt.



Und sorry, aber wenn du ohne deinen Hund zu rucken nicht stehenbleiben kannst, solltest du das noch mal üben.

ich kann mit meinem hund stehen bleiben, ohne dass es einen ruck gibt, weil ich meinem hund komandos gebe. ich erwarte nicht von ihm, dass er meine gedanken lesen kann und weiß wann ich stehen bleiben will und wann nicht. auch wenn wir nach links oder rechts gehen, oder wenn wir überhaupt losgehen, gebe ich ein entsprechendes komando. der hund weiß ja nicht was du willst.
bleibst du einfach stehen ohne deinem hund etwas zusagen? das finde ich schon etwas unfair, denn ich finde auch, dass hunde an der leine nicht unentwegt sein besitzer anstarren sollen und versuchen müssen zu erraten, was er als nächstes vor hat...

dennoch glaube ich, dass deine peppa das ganz hervorragend macht...

LG christina

Dodo H
07.04.2003, 13:45
Hallo Anna
: Ich geb nun auch mal meinen Senf dazu, denn dieses Thema geht irgendwie an jeglichem Verstand vorbei.
-- ich gebe auch mal meinen Senf dazu

: Natürlich ist es ein um einiges schnellerer Weg zum Ziel, wenn man seinen Hund mit einem Leinenruck zurück zieht.
-- lernt der Hund nicht gleichzeitig ein Ersatzverhalten was richtig ist, bringt auch ein Leinenruck nicht unbedingt was, den dann geht es wirklich nur darum, den Leinenruck stärker zu machen und übers Meiden auszubilden.

: Man kann einem Hund das Gezerre an der Leine auch abgwöhnen, in dem man stehen bleibt, und der Hund einfach nicht weiterhin dorthin kommt, wo es ihn so hinzieht (im wahrsten Sinne des Wortes). Man bleibt stehen, dreht sich um und wartet, bis die Leine wieder locker ist, sprich bis der Hund nicht mehr zieht.
-- sehr guter Ansatz, doch man gebe zu bedenken, das Leinenführigkeit und Fußlaufen zwei paar Schuhe sind

: Und Schmerzen sind es definitiv.
-- ich zupfe auch, um mir die Aufmerksamkeit meines Hundes wieder zu holen, und ich habe noch kein Meideverhalten dabei bemerkt (wegschauen, Schnauze lecken)

: Ein Hund kann sich unmöglich über eine ganze Stunde konzentrieren.
-- da gebe ich dir vollkommen Recht

: Warum sollte er die nicht freilaufend beim Spiel mit anderen Hunden genießen?
-- bei uns konnte ich beobachten, das die Hunde sich dann nur noch auf den Spielkameraden konzentrierten, jede Gelegenheit nutzen würden, um zu ihm zu kommen, kann also auch ein Nachteil sein. Warum spielen die HF nicht mit ihren Hunden, gute Übung zur Bindung, gespielt werden kann doch auch nach der Stunde.

: Und wenn dann geübt wird, sollte sicherlich die Leine erst mal dran bleiben. Denn so lernt der Hund Grundgehorsam und Leinenführigkeit. Aber zwischendurch gehört die Leine auch ab.
-- die Leine gehört meiner Meinung nach ab, wenn der Hund sich nicht laufend durch fortrennen selbst belonen würde.

Das ein Hund die Rangordnung in Frage stellt, halte ich wieder für übertrieben, es ist für mich eine Sache des lernens, an der Leine zu laufen, Richy zieht (er darf) morgens auch, er hat Druck, ist aufgedreht und will seinem Bewegungsdrang nachgeben, doch ich habe keinerlei Rangordnungsprobleme mit ihm. Dann müßte man auch sagen, jeder Hund der am Geschirr zieht, stellt die Rangordnung in Frage, da er ja bestimmen will, wo er hin will.

Dodo und Richy

AnnaS
07.04.2003, 14:14
Sorry Christina wegen dem Namensfehler. Mein Freund heißt Christian, und vielleicht hab ich daher im Eifer des Gefechts diese beiden Buchstaben in der falschen Reihenfolge getippt.

Mein Hund bekommt genauso Kommandos. Sie reagiert auch, wenn ich beim Gehen "Langsam" sage, dann geht sie nämlich auch langsamer und zerrt nicht mehr so. Da Peppa aber ein junger Hund von 10 Monaten ist, sehe ich es ihr durchaus nach, dass sie manchmal "vergisst" was sie eigentlich kann.

Es geht hier auch nicht um mich und dich im Speziellen, sondern um die Methode des Leinenrucks und wie es auf andere wirken mag. Du kannst an der Leine rucken und weißt, wie viel "Kraft" dahinter steckt (bzw wie wenig Kraft). "Rucken" verstehen aber leider viele, die sich noch keine eigene Meinung gebildet haben, auch als den richtigen Ruck, wo die Vorderbeine des Hundes ganz schnell mal mit hochgezogen werden, oder wo der Hund sich richtiggehend von vorne nach hinten verbiegt, weil sein Kopf mit Kraft nach hinten gezogen wird. Und leider verstehen nicht nur viele unerfahrene Hundehalter es so, sondern manche Hundeschulen sind auch auf diese Methode angesprungen und vermitteln das den HF im Kurs. Und sowas finde ich daneben. Und genau dieses eben beschriebene Verhalten verstehe ich unter dem Leinenruck. Dodo hat es als Zupfen bezeichnet, was mir schon viel freundlicher erscheint. Dieser Ruck ist eben der typische Leinenruck und für den gibt es absolut kein Argument.

Meine Beiträge gehen gegen die Art des Leinenrucks und nicht gegen dich, nicht gegen deine allgemeine Meinung, sondern nur in diesem einen Thread gegen die Methode, die du scheinbar auch vertrittst (auch wenn du sie laut deiner Aussage nicht anwendest).

Was dein Beispiel mit dem Auto angeht finde ich das doch sehr weit hergeholt. Demnach würde der Hund sich dann auch Schmerzen zufügen, wenn er läuft und im Laufen etwas tolles entdeckt hat, er stehen bleibt und schnuppert. Da müsste auch alles von hinten nach vorne im Hund aufgewirbelt werden, was ihm dann schadet. Ich glaube, das ist ehrlich gesagt Schwachsinn. Physikalisch ist es wohl richtig, aber doch nicht zu vergleichen mit dem Stehenbleiben aus der normalen Geh-Geschwindigkeit oder gar dem Leinenruck.

Wir fangen hier wirklich die Erbsenzählerei an, und darauf hab ich ehrlich gesagt keine Lust. Ich glaube, ich hab meine Meinung dazu nun auch genug ausgeführt.

@Dodo:
Im Großen und Ganzen geb ich dir komplett recht. Auch das Spielen mit dem HF in den Pausen ist durchaus angebracht und sinnvoll. Machen wir auch in der HS.
Nur ich bin der Meinung, dass ich auch in die Hundeschule gehe, damit mein Hund lernt mit anderen Hunden auszukommen und vor allem, sich nach dem Spiel mit anderen Hunden wieder auf mich zu konzentrieren.
Ich nehm mal als Beispiel einen normalen Spaziergang. Wenn Peppa dort mit einem anderen Hund spielen darf, möchte ich auch irgendwann wieder weitergehen. Da muss sie sich schon mal abrufen lassen. Und zum anderen soll sie dann mit mir gehen, anstatt mit dem anderen Hund. Und auch sowas kann man doch in der HS besonders gut lernen.
Ich für meinen Teil würde in keine HS gehen, wo ich wüsste, dass dort zwar andere Hunde sind, aber es doch vielmehr eine Einzelstunde ist, wo nur zweckmäßiger Weise noch andere Teilnehmer sind. Das würde mir und auch Peppa nichts bringen.

Anna

AnnaS
07.04.2003, 14:15
Oh ich hab mich falsch ausgedrückt:
Zweckmäßig sind andere Hunde ja auch dann, wenn sie dazu "dienen", dass der Hund mit anderen Hunden umzugehen lernt und lernt, sich dann auch wieder auf den HF zu konzentrieren.
Vielmehr meinte ich, zweckmäßig für den Trainer, damit er 5-7 Einzelstunden in einer Gruppe zusammenfassen kann.

Hm, weiß nicht, ob das jetzt viel schlauer ausgedrückt ist, aber ich denke mal, ihr wisst, was ich meine ;)

Anna

Christina2012
07.04.2003, 14:31
um gottes willen


als den richtigen Ruck, wo die Vorderbeine des Hundes ganz schnell mal mit hochgezogen werden, oder wo der Hund sich richtiggehend von vorne nach hinten verbiegt, weil sein Kopf mit Kraft nach hinten gezogen wird.

das verstehe ich nun wirklich nicht unter einem leinenruck! das ist auch für mich tierqiälerei!!!!!

vielleicht sollten wir uns dann doch auf das leinenzupfen einigen, denn dass mein hund gar mit den vorderpfoten hoch kommt, dass würde ich nie unterstützen.

vielleicht sollte ich es "ein bemerkbar an der leine machen" nennen, und das durch ETWAS ruck!

du hast recht, dass es zweideutig ist, und vor allem hundefreunde, die erst neu dabei sind dies falsch verstehen können, aber dann sollten wir aki, um den es ja eigentlich geht, fragen, rucken die etwas, oder verbiegen die ihren hund in der hundeschule?


die du scheinbar auch vertrittst (auch wenn du sie laut deiner Aussage nicht anwendest).

noch ganz kurz zu diesem beitrag, bevor es wirklich kleinlich wird.
ich habe den leinendruck angewendet als jonny jünger war, jetzt (er ist 4 jahre) geht er hervorragend und reagiert auf komandos. ab und zu ist aber bestimmt noch ein ruck notwendig (in meinen augen)...

also, meinungsverschiedenheit bestimmt etwas geschlichtet, durch unsere hart erarbeitete definition von ruck !! :D

also, viel spaß noch, und AKI, melde dich doch auch mal zu wort :)

gruß christina

Dodo H
07.04.2003, 14:40
allo Anna
Ich verstehe dich, was das konzentrieren nach Spielübungen betrifft, doch sollte auch hier die Steigerung langsam erfolgen. Bei uns kann ich z.B. beobachten, die Hunde hören auf das "hier" noch nicht, also holt der HF seinen Hund ohne Worte ab und leint in an, doch die meisten von diesen Hunde arbeiten dann weniger konzentriert, da der HF sie durch die Leine daran hindert und nicht, weil sie gelernt haben, das die UO nur eine Unterbrechung des Spiels ist. Außerdem sind dann viele der HF genervt, weil der Hund sich nach seinen Kumpels umschaut und diese Genervt sein, diese Spannung überträgt sich auf den Hund und bedeutet für den Hund Stress, und bei Stress lernt es sich schwerer. Hunde die mit ihrem HF spielen arbeiten konzentrierter mit ihrem HF, da ja wieder ein Spiel mit dem HF in Aussicht gestellt wird.
Dodo

AnnaS
07.04.2003, 15:08
@ Christina

Ja, ok ich denke, es liegt wirklich an der Definition. Wenn man sich durch die Leine wieder in Erinnerung ruft, ist das sicherlich ok. Den Ruck an sich empfinde ich (und ich glaube das meinten auch die anderen) als unnötige Quälerei. Aber dann sind wir uns ja einig.

@ Dodo:

Ich glaube, man muss es eben auch individuell von den Hunden und vom Alter abhängig machen. Da wir in der HS beides machen (also Spiel mit anderen Hunden, aber auch Spiel mit den HF und Hund) habe ich nun auch beides kennengelernt und muss sagen, dass beides sicher sehr positiv ist. Wie gesagt, man muss es halt individuell sehen.

Anna

zasko
07.04.2003, 15:40
Hallo ihrs!

Um doch einfach nochmal auf das Ausgangsthema zurückzukommen


Ich hab bei meinem Hund immer nur ein bisschen mit der Leine geruckt, aber andere haben an ihrem Hund richtig rumgerissen. Stimmt das, dass ihnen das nicht weh tut??

Aki schreibt hier ganz deutlich, dass andere entsprechend stark an ihren Hunden geruckt (und nicht nur ge"zupft") haben und offensichtlich hat der Trainer oder die Trainerin nichts dagegengehabt, sondern sogar noch behauptet, dieses tue den Hunden nicht weh. Solches Rucken tut aber sehr wohl weh! Und wer das nicht glaubt, möge es wirklich selbst ausprobieren - oder traut ihr euch nicht? Und von daher würde auch ich nicht mehr in diese Hundeschule gehen! Es gibt andere Wege, um den Hund ohne Rucke zu erziehen. Übrigens kann man einem Hund mit dem Clicker auch ohne Leine das Fuss gehen beibringen - allerdings nun nicht unbedingt in der HS mit lauter Ablenkung dabei. Aber auch mit Leine (um zu verhindern dass der Hund eigene Wege geht) geht es ohne Ruck. Und es gibt jede Menge Hunde mit Wirbelsäulenverletzungen im Halsbereich, nur dass sich diese meist nicht sofort und akut bemerkbar machen, sondern erst im Alter, da sich an diesen Stellen dann schneller Verkalkungen anlagern die die Beweglichkeit einschränken und auf Nerven drücken. Aber wer bringt das dann schon noch mit den Leinenrucken während der Erziehung der Hunde in Zusammenhang.

Ich denke, es wird jetzt auch niemand mehr verwundert sein, dass ich tatsächlich ein Befürworter des Führens am Geschirr und nicht am Halsband bin. Es gibt in der Tat einige Hunde, die sich die "Ruck-Methode" nicht haben gefallen lassen, und auf Berührungen am Hals angefangen haben, aggressiv zu reagieren. Und bevor jetzt wieder auf mich eindroschen wird, ah lá "dann müssten ja alle Hunde so reagieren" sei hier ein Satz einer Verhaltenstherapeutin zitiert den sie mal in einem Seminar gebracht hat, und den ich sehr gut und zutreffend fand: "Das was wir in all den Jahren der gezielten Hundezucht tatsächlich erreicht haben, ist, dass man mit 90% der Hunde jeden Mist machen kann, und sie lernen doch irgendwie, was sie machen sollen, ohne es uns übel zu nehmen. Nur die restlichen 10% möchten immer noch wie Hunde behandelt werden!"

Natürlich kann man manchmal einen Ruck nicht vermeiden, nämlich z. B. dann, wenn der Hund von selbst plötzlich in die Leine springt. Aber man braucht zur Erziehung keinen Ruck, den man selbst vorsätzlich durch ein kurzes Zurückziehen der Leine auslösen muss. Und zum Thema Ruck durch Stehenbleiben: So wie Anna bin ich zum Erreichen der Leinenführigkeit stehengeblieben, wenn der Hund gezogen hat. D. h. die Leine ist straff und ich bleibe aus normaler Schritgeschwindingkeit normal (nicht absolut ruckhaft wie bei einem kasernenmäßigen "Stillgestanden") stehen. Der Ruck, der dabei entsteht, ist wirklich minimal und natürlich nicht zu vermeiden. Aber mehr muss meiner Meinung nach nicht sein.

Liebe Grüße
Susanne

Thomas
07.04.2003, 17:59
Hallo Aki,

dem was Susanne/Zasko geschrieben hat kann ich mich nur anschießen. Wie sie bereits angedeutet hat, wird in Deiner Hundeschule doch nicht nur leicht gezupft, gelle? Das leichte Zupfen kann übrigens theoretisch ja auch durch einen Zungenschnalzer, ein mahnendes "Hey,Hey" oder einen kleinen Knurrer ersetzt werden, denn hier gehts ja nur um ein Sich-an-der-Leine-wieder-in-Erinnerung-bringen und weniger um eine direkte Einwirkung mit dem Ziel eine "korrekte" Leinenenführigkeit hinzubekommen. So verstehe bzw. handhabe ich das jedenfalls. Apropo "korrekte" (also BH-taugliche) Leinenführigkeit: Die brauche ich höchstes 1x die Woche für ca. 20m (geübt wird deswegen trotzdem ab und zu..).

Gestern haben wir dann Sitz geübt und Fuß. Beim Fuß gehen sollte man wenn er nach vorne oder zur Seite zieht immer an der Leine rucken und energisch Pfui sagen. Sobald er dann aber vernünftig neben einem ging und zum Schluß brav Sitz gemacht hat wurde er gelobt und bekam eine Belohnung.
Also, ich habe nicht den geringsten Zweifel, das in dieser HS schon auch über Druck gearbeitet wird. Der Umstand, das "trotzdem" gelobt wird und mit Belohnung (Leckerli?) gearbeitet wird, macht die Sache auch nicht unbedingt besser. Zum Teil kann das sogar sehr kontraproduktiv sein, da die häufige, in schneller Folge abwechselnde Negativ-Bestätigung (Ruck) und Positiv-Bestätigung (Leckerchen) ganz fix auch eine verunsichernde Wirkung auf den Hund haben kann. Kommt sicher auch ein bisserl auf die Rasse an. Ein DSH kann da im Durchschnitt (Ausnahmen bestätigen die Regel) eher mehr "ab" als manch andere Rasse. Mein Hund (Terrier) würde z.b. spätestens nach dem 2-ten Ruck völlig dicht machen bzw. auf Durchzug schalten. An ein normales weitertrainieren wäre dann nicht mehr zu denken, ist aus meiner Sicht auch völlig verständlich. Tendenziell sensible Hunde können sich darüber hinaus auch ratzfatz ins Meideverhalten flüchten was einer guten Bindung zwischen Hund und HF sicher nicht zuträglich ist.

Ist das immer so bei diesen Kursen??
Nein - definitiv nicht. Leider ist das was Du beschreibst jedoch auf vielen Plätzen gängige Praxis.

aber andere haben an ihrem Hund richtig rumgerissen. Stimmt das, dass ihnen das nicht weh tut??
Nein, das stimmt natürlich nicht -> wie bereits von den anderen mehrfach erklärt.

Außerdem wird da nie ohne Leine geübt. Der Trainer meinte das wenn der Kurs zuende wäre, die Hunde so gehorsam seien, dass die Hunde auch ohne Leine laufen können. Ist das richtig?
Nein, auch das kann man so simpel sicher nicht sagen. Sicher könnte es sein, das die Freifolge, nach x Wochen Fusstraining
an der Leine, bedeutend schneller vom Hund umgesetzt werden kann. Verlassen würde ich mich allerdings nicht darauf.
Ich bin ebenfalls Deiner Meinung, das nichts dagegen spricht, auch die Freifolge im Rahmen der Hundeschule zu traineren, warum auch nicht? Hmm, ich vermute ja eher, das der Trainer es sich möglichst leicht machen will da bei einem Leine-Training alles so schön praktisch unter Kontrolle bleibt. Kein Hund kann mal eben sitften gehen, Käppeleien sind weitgehendst ausgeschlossen ganz zu schweigen von unerwünschten Spieleinlagen. Das alles kann man allerdings auch verhindern wenn man ohne Leine trainiert. Nur brauchts dazu eben wesentlich mehr Anstrenungen, Aufmerksamkeit und Konsequenz des HF. Dem Traininer ist´s egal - er ist in erster Linie an "vorzeigbaren" Erfolgen interessiert. Und die sind nunmal mit Leine schneller zu erziehlen, vorallem wenn Leinenrucke "erlaubt" (erwünscht?) sind.

Ok, vielleicht liege ich bei meiner Ferneinschätzung dieser Hundeschule auch daneben, aber sie paßt wunderbar ins Raster der sog. "modernen" Hundeschulen. Selbige arbeiten jedoch auf dem 2-ten Blick immer noch strikt nach dem alten Muster, nur das sie etz halt auch "zufälligerweise" ein paar Leckerchen einstecken haben. Macht sich "nach draussen", natürlich immer gut, sowas. Hier wurde einfach nicht bis zuende gedacht.

Aki, es gibt viele Wege in der Hundeerziehung. Ich bin sicher, das Du innerlich spüren wirst, ob Dir die jetzige Hundeschule DEINEN Weg aufzeigt. Klar, es ist gerade als Hundeschulen-Neuling sehr schwierig einzuschätzen was denn nun OK ist und was nicht. Leider schlagen viele HF den bequemen Weg ein, da sie dem Methoden und Argumentationketten des erstbesten Trainers vertrauen.

Fazit: Ich würde die Hundeschule wechseln. Weitere Tips zum Thema Leinenführigkeit (und den damit eng verknüpften Bereichen des "sich interessant machen" und "Aufmerksamtkeits-Training"), findest Du hier im Forum eine ganze Menge - einen sehr "frischen" ;) z.b. hier <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=10193)

Gruß
Thomas

zasko
07.04.2003, 18:36
Hallo Thomas,

auch ich kann mich deinen weitergehenden Ausführungen nur anschließen!:D

Liebe Grüße
Susanne

aki
07.04.2003, 20:01
Ja, das meinte ich nämlich alles. Ich hab mich gewundert, dass
die anderen aus dem Kurs, das alle ohne Probleme gemacht haben. Manche hatten dann solche Stachelwürghalbänder und haben erstmal kräftig daran geruckt. Der Trainer meinte dann,dass denen das nichts ausmachen würde und das das immer so wäre.
Das man diese Übungen erst alle mit Leine macht verstehe ich wohl, aber wieso soll man die zum Schluß nicht ohne Leine machen. Schließlich sieht man dann ja ob die Hunde die Übungen auch bei anderen Hunden können.
Ich frag mich nur ob das überhaupt der richtige Kurs ist. Ich will sowas wo man diese Gehorsamsübungen macht und Alltagssituationen übt, z.B. das sie endlich nicht mehr hinter Joggern und andern Hunden herrennt.
Bei anderen Hundeschulen hab ich auch gefragt, aber da dauern solche Kurse dann ein halbes Jahr und kosten 350 Euro. Sind die immer so teuer? Bei einer Hundeschule gab es
auch so einen normalen Kurs, aber der fängt erst im Herbst an das ist sie schon über ein Jahr alt. Ist das dann zu spät??

Aki

Tina2809
07.04.2003, 22:01
Hallo Aki!

Thomas hat sich wieder mal viel Zeit genommen und Mühe gemacht ;)und ich will nur noch kurz was ergänzen.



Das man diese Übungen erst alle mit Leine macht verstehe ich wohl, aber wieso soll man die zum Schluß nicht ohne Leine machen.
Bei uns läuft der Junghundekurs (ab 6 Monate bis 1 Jahr)mit Gehorsamsübungen folgendermassen ab:
Wir gehen in kleinen Gruppen (3-4 Hunde die so etwa den gleichen "Wissenstand" haben) auf den Platz. Zuerst machen wir Fuß- Übungen mit Leine. Dann ein, zweimal absitzen oder ablegen lassen und heranrufen bzw. wieder zurückgehen.
Allein diese Übungen einigermassen zuverlässig und ordentlich hinzubekommen hat uns jetzt fast 4 Monate gekostet, und unsere Hunde laufen "ganz gut" bei Fuß, bleiben liegen/ sitzen und können einzeln aus der nebeneinanderliegenden Gruppe angerufen werden.
Wir machen ganz kleine langsame Schritte, damit wir uns und den hund nicht überfordern. Erst jetzt nach ca. 4 Monaten haben wir angefangen, Freifolge (Fuß ohne Leine) für ein paar Meter zu üben, denn die Hundies wissen genau, daß man sie nicht mehr fürht und sind schonmal schneller unaufmerksam als mit Leine ;) Ist auch OK so.
Nach ca. 10-15 Minuten üben dürfen sie dann 15-20 Minuten spielen und toben, Frauchen und Herrchen sprechen mit dem Trainer über das ein oder andere. Danach nochmal kurz Gehorsamsübung oder längere Zeit abliegen, dann ist genug für alle Hunde und Menschen. :)

Die Aufmerksamkeit des Hundes versuchen wir ausschließlich über Stimme (bzw. Geräusche), Spielzeug, Leckerchen zu holen. Wenns garnich geht, stehn bleiben, Sitz machen lassen und nochmal von vorne. Ein Ruck erfolgt im Sinne des "leichten Zupfens" an der Leine.
Niemals gar am Würgehalsband!
Um den Hund per "Kommando" zu sagen "Hier spielt die Musik, schau mich an", habe ich mittels dieser Vorgehensweise (http://www.diemitdemhundtanzt.ch/tutorial001.asp) das Kommando "Schau hier" eingeführt, was ganz gut klappt.

Mann kann auch anstatt zu einer ausgesprochenen Hundeschule einen Verein aufsuchen. Das sind zwar oft Rassehundvereine, nehmen aber auch "andere" ;)- aber auch hier gilt: vorher genau ansehen, wie die arbeiten!!

Liebe Grüße und viel Spaß!!!
Tina

Persephone
07.04.2003, 23:03
Manche hatten dann solche Stachelwürghalbänder und haben erstmal kräftig daran geruckt.
Sorry, aber was hält dich da noch?????



Meine Hündin ist 10 Monate und in der Hundeschule sind wir fast nie auf dem Platz, sondern fast immer in ruhigen Gegenden ohne Autos, Verkehr etc. aber mit allerlei anderen "Störenfrieden", Fußgänger, andere Hunde, Jogger, Kinderwagen etc. Mit den ganz jungen werden die Grundübungen in kleinen Grüppchen auf dem Platz geübt, dann geht*s raus auf die Feldwege (sehr ruhig) und später mal zu einem See etc. wo mehr los ist. Genau das sind die Situationen, in denen ich einen ruhigen, erzogenen Hund brauche. Die hunde dürfen zwischen durch kurz mal toben und werden dann gerufen, dass ist auch eine Übung. wo sonst hat man die Möglichkeit, das zu üben. Was machen HB, die dies nie üben? Ihren Hund nie spielen lassen, oder warten, bis Wuffi sich bequemt? Auch ganz fies: Hunde machen ein bleib und einer nach dem anderen darf spielen. hunde machen ein Platz und einer läuft mit seinem Hund durch. etc. Alles ohne Druck und Zwang.
Erst mal vom Treffpunkt ein fieses Fußgehen, bis man gefahrlos auch ohne Leine üben kann und dann auch Fuß ohne Leine. Irgenwelche der eine rennt, der andere nicht Spielchen etc. Zwischen drin wird immer das ene oder andere besprochen und Spaß macht's auch.

vepido
07.04.2003, 23:25
tja...

mit meinen welpen-kunden (ab der 10. woche) trainiere ich das fuß-laufen erst ohne leine, dann, wenn es ohne klappt, mit langer leine. PER CLICKER!!! derzeit ist amy ein tolles beispiel. wir clickern im einzelkurs. nebenbei kommt sie zur welpengruppe. sie läuft trotz der ablenkung durch die anderen hunde schon klasse bei fuß ohne und mit leine!!! natürlich kann sie sich noch nicht so lange konzentrieren, darum wird das nur kurz gemacht, dann darf sie wieder spielen. amy liebt das training! (ps: sie ist ein schnauzer-/ labbi-mix. also ne gaaanz normale mischung, kein hyper-intelligenter border oder so..). auch das platz mit bleiben wird per clicker trainiert. die anderen welpen toben rundherum, aber amy bleibt schon fast ne minute liegen! dann kommt das click (natürlich bevor sie allein aufsteht!), sie holt ihr leckerli ab und geht dann weiter spielen. und das nach der 5. clickerstunde im alter von 4 monaten! alles kurz und natürlich spielerisch.

ein anderes beispiel ist der 13 monate alte kangal (70 kilo?). heute hatten wir die 3. stunde. an der 8-meter-leine wird jede aufmerksamkeit beclickert. nach kurzer zeit lief er schon aufmerksam, links neben frauchen, obwohl er 8 meter freiraum hatte. das auch an joggern, radlern, etc. vorbei... hunde kamen heute leider nicht. das ist dann nächstes mal dran ;)
so. nun erzähl mir nochmal jemand, daß man den hund an einer meterleine rucken muß, zusätzlich frustrieren durch ein scharfes "pfui", um ihn zum "gehorsam" zu bringen...
meiner ansicht nach BRICHT man den hund damit!
ich bringe meinen leuten bei, wie sie ihren hund zu einem aktiven partner machen, statt ihn zu unterjochen. der hund entscheidet sich freiwillig für den richtigen weg!
das manche "hundeschulen..." immernoch nicht verstanden haben, daß menschen mittlerweile nicht nur das feuer entdeckt haben, sondern auch die verhaltensforschung, ist mir ein rätsel...
so. ich geh nun ins bett. morgen muß ich wieder ein paar leuten erklären, daß positive bestärkung mehr bringt, als gezerre und gebrülle...

ps: bei korrektur-wenden bekommt der hund auch nen ruck. vielleicht.. wenn der hund die 5 bis 8 meter nicht nutzt um seinem besitzer zu folgen... aber den "ruck" kann man auch abfedern!!! diese korrekturwenden kommen auf den kangal zu wenn er zu fremden hunden will, ohne die erlaubnis von frauchen "einzuholen". aber dann hat er ja vorher schon gelernt, daß frauchen viel toller ist! warum sollte er ihr nicht lieber folgen?

versucht es lieber ohne zerren und schimpfen. das stehenbleiben ist die bessere alternative! ein unerwünschtes verhalten kann man nur dadurch auslöschen, daß der hund nicht zu dem erfolg gelangt, den er zuvor dadurch bekam. ein ruck und pfui führt zur unterdrückung eines unerwünschten verhaltens: es wird weiterhin da sein, nur aus angst vor "unannehmlichkeiten" unterdrückt.
bei einem training, wo geschwiegen wird solange der hund falsch handelt, dafür aber bei jedem schritt hin zum ziel suuuper gelobt wird, wo nicht schmerz die konsequenz eines fehlers ist, sondern die möglichkeit sich für das lob zu entscheiden, wird der hund ein partner!

gini_aiko
08.04.2003, 09:03
Original geschrieben von Tina2809

Mann kann auch anstatt zu einer ausgesprochenen Hundeschule einen Verein aufsuchen. Das sind zwar oft Rassehundvereine, nehmen aber auch "andere" ;)- aber auch hier gilt: vorher genau ansehen, wie die arbeiten!!


guten morgen,

also erstmals kann ich mich tina nur anschließen in allem was sie gesagt hat.

bei mir im verein (in dem ich aber kein mitglied bin) läuft der kurs in etwa so ab wie von tina beschrieben. ich habe dort bereits den welpenkurs (ab der 12. LW bis zum ende 4ten LM) und den junghundekurs (ab beginn 5ten LM) absolviert und nun machen wir den grundkurs zur bh (in der rüpeltruppe ;) ;) dh für die jungspunde ab ca. 9 LM (bei kleinen rassen auch früher). aiko ist nun neun monate und könnte in österreich ende juni die bh ablegen (da ist 12 monate mindesalter) - wenn mein kleiner großer bis dorthin so weiter macht, werden wir das wahrscheinlich auch machen, aber er wird nicht auf die prüfung hingetrillt, alles läuft über spiel und spaß und wenn er noch zu *kindlich* ist, ist es auch kein problem und wir machen die prüfung beim nächsten mal. das ist es was mir so gefällt - es gibt kein geschreie, keinen druck, ...

mir gefällt der aufbau dieser ausbildung von welpenbeinen an SEHR gut. dieser verein ist ein SV verein und SV vereine sind ja bekanntlich verschrien. ich würde das aber nicht pauschal sagen, denn wie man sieht gibts auch schwarze schafe in *richtigen* huschus, bei denen man aber zusätzlich noch breite mal länge zahlen darf. ich habe für weku und juku gemeinsam 50 euro bezahlt und für diesen grundkurs zahl ich jetzt 70 euro und da ist zusätzlich noch ne gratis einzelstunde pro woche dabei. diese einzelstunde hält die trainerin aber von sich aus für jedes einzelne mitglied aus unserer gruppe (5 personen).

gearbeitet wird wahlweise mit leckerlies oder spielzeug. wobei jeder natürlich wählen kann mit was er übt.

liebe grüße
claudia mit aiko und gini

NickvanBergen
08.04.2003, 18:10
Leider bin ich erst heute wieder online um auf die teilweise unqualifizierten Beiträge auf meine Antwort zu reagieren.
@Nicole: Ich habe mit keinem Wort geschrieben, einen Hund an Schmerzen zu gewöhnen, daher kann ich mit Deinem Beitrag auch nicht viel anfangen.
@Tina:Deinen Beitrag fand ich voll daneben und zeigt auch ganz deutlich das Du keine Gegenargumente findest.Ich glaube kaum, daß Du die Erziehung des Hundes erfunden hast, aber respektiere bitte die, wo Erfolg mit Ihrer Methode haben.Ich bin auch kein Freund Von Herrn Lind oder vom Clickern, aber wenn jemand meint das das für seinen Hund genau das richtige ist und auch Erfolg hat, respektiere ich das.
@Claudi(gini.aiko):Natürlich schmerzt es einen Hund wenn er geruckt wird, man kann das aber, wie es viele hier geschrieben haben, nicht mit dem Menschen gleichsetzen da der Hund bewiesenermaaßen ein ganz anderes Schmerzempfinden hat.
Mein Hund ist jetzt acht Jahre und hat noch nie irgendwelche Blessuren gehabt.
Du schreibst:"Es wird geruckt, dann mehr geruckt, dann kommt die Kette"...
Mein Hund hat nach Beginn der Erziehung eine langgliedrige Kette bekommen, wo ich den Zug immer rausnehme.Mit dem Unterschied zwischen Ziehen und Rucken habe ich mich recht schwer getan, was nicht gerade förderlich war beim Folgen.
Doch seit ich das drauf hatte hat es mit der Leinenführigkeit dann auch super geklappt.Ganz wichtig finde ich nur dabei, daß man hier nicht nur das dauernde Rucken sieht sondern der Ruck hat ja auch Folgen :Der Hund reagiert! Und läuft er nach einem Ruck gut, dann wird sofort als Belohnung sofort gespielt.
So konnte ich die Rucke natürlich nach und nach abbauen,da er weiß, wenn er folgt gibts was als Belohnung.Ich halte das Rucken durchaus für sinnvoll wenn es die Situation erfordert und mir hats bei meinem Hund absolut geholfen.
lg
nick

gini_aiko
08.04.2003, 18:22
nick,

dass diese seltsame hauruckmethode die du beschreibst nicht das non plus ultra ist verstehst du anscheinend nicht, aber warum hast du du dich eigentlich dieser methode bedient? warum muss sich man anrucken, dass man die aufmerksamkeit seines hundes bekommt - warum nicht im positiven sinn mit spielzeug, leckereien ...


Mein Hund hat nach Beginn der Erziehung eine langgliedrige Kette bekommen
das finde ich interessant - WANN hast du denn die ausbildung deines hundes begonnen? ich habe von beginn an mit meinem hund gearbeitet und nie geruckt - ich hab hauptsächlich mit spielzeug, stehenbleiben und richtungswechsel gearbeitet und siehe da es ist ganz ohne negativbestärkung ein freudig neben mir laufender hund draus geworden!

gruß claudia

NickvanBergen
08.04.2003, 19:35
@Claudia:Deine Frage, warum ich mich "dieser Methode" bedient habe, ist absolut berechtigt.
Wir haben die von Dir angeführten Methoden vorher ausprobiert doch mein Hund hat da nicht drauf reagiert:
Das Spielzeug hat ihn überhaupt nicht interessiert(ich kann ohnehin nur Stoffspielzeuug nehmen), da konnte ich alles mögliche unternehmen, auf dem Platz hat er nur geschnüffelt und privat auch.
Leckerchen hat er ganz hastig genommen um dann schnell wieder weiterzuschnüffeln oder auf irgend etwas zu lauern.
Damit das nicht so weiter geht hat dann der Ausbilder gesagt, daß der Hund endlich begreifen muß wer der sog. Alpha ist, da mein Hund ja nicht nur mit der Führigkeit Probleme hatte sondern auch noch dominant und agressiv war.So wurde uns zum Rucken geraten, was dann auch ein voller Erfolg wurde.
Wann ich mit der Ausbildung begonnen habe?
Wir haben die Welpenschule,Junghundschule und dann ab dem 9.Monat zu den Erwachsenen, wo wir dann auch das Halsband angelegt haben.
Claudia,Du kannst mir glauben, das ich auch lieber nach Deiner Methode gearbeitet hätte, da ich noch eine Hündin habe mit der das so wie Du verfährst suppi geklappt hat, aber mein Rüde ist einfach ganz anders und Du kannst Dir nicht vorstellen, wie schwierig es war für mich das zu begreifen und anders zu handeln....
lg
nick

Tina2809
08.04.2003, 19:40
Hallo und guten Abend, Nick!

das Du keine Gegenargumente findest
Gegenargumente gegen was denn? Wäre schön, wenn Du mir sagen könntest, was Du so daneben findest.

Ich glaube kaum, daß Du die Erziehung des Hundes erfunden hast,
Das habe ich weder jemals gedacht, noch behauptet. Wie Du darauf kommst, weiß ich nicht. Es gibt aber offensichtlich mehrere Leute hier, die in ihrer Erziehung genauso vorgehen (oder ähnlich), wie ich das mache. Ich habe das nicht frei erfunden, sondern mich so gut es bisher ging informiert und gelernt.
Ausserdem besuche ich mit meinem 10 Monate alten Hund eine Hundeschule, weil ich eben noch nicht alles weiß/ sehe/ korrigieren kann. Und bei uns allen funktioniert das Lernen über Lob/ Clicker/ Leckerchen (also gewaltfrei) wunderbar.

aber respektiere bitte die, wo Erfolg mit Ihrer Methode haben
Ich habe null Respekt vor den Leuten, wie Aki sie beschrieben hat. Wir wir wissen, sind auch Stachelhalsband- oder Teletakthunde "erzogen" bzw. "gehorsam". Es kommt mir eben nicht nur auf Ergebnis an, sondern auch auf die Lernweise. Da kann jeder machen was er will, und ich kann dazu meine Meinung sagen wie ich will.
Ich kann keinen Menschen respektieren, der das Wesen des Hundes dermaßen ausnutzt, um seine eigene Ungeduld und Dummheit am Hund per "rumreissen" auszulassen.
Aki hat klar geschrieben, wie übel mit den Hunden umgegangen wird, und Du hast locker- flockig behauotet, dem hund täte das nicht weh.
Welche Erfahrung qualifiziert Dich eigentlich zu so einer Aussage?
Um mehr ging es nicht.

Gruß
Tina

gini_aiko
08.04.2003, 19:51
nick,

ich finde es immer wieder erstaunlich, dass alle die mit der hauruckmethode arbeiten immer einen *schwierigen* hund haben, bei dem nichts anderes greift.

aiko war und ist ein SEHR lebhafter hund, der nicht unbedingt einfach gestrickt ist. er hat gezogen wie ein stier und meine nerven waren gespannt wie ein drahtseil. ich stand teilweise 20 min an einer stelle und kam in ner stunde 100 meter von der stelle und das mehr als nur ein paar tage! dazu kommt noch, dass er eher ein nervöser typ ist. für mich aber mein traumhund und den ich meine eigene unfähigkeit nie durch rucken wissen lassen habe lassen und werde. den rucken ist für mich ein zeichen von unfähigkeit und hilflosigkeit!

hast du das gemacht? kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. klar gibt es keine patentrezepte, aber meine vorschläge waren keine patentrezpete sondern eine reihe von vorschlägen, die da nochmal wären (für alle interessierten):
** spiel
** leckerlie
** wendungen
** stehenbleiben
** stimme
** wegdrehen
** am stand umdrehen

claudia

sporty
08.04.2003, 22:30
@Nicole: Ich habe mit keinem Wort geschrieben, einen Hund an Schmerzen zu gewöhnen, daher kann ich mit Deinem Beitrag auch nicht viel anfangen.

na dann hab ich das
Wenn Du ziehst, kann der Hund sich darauf einstellen wohl falsch verstanden.


@Tina:Deinen Beitrag fand ich voll daneben und zeigt auch ganz deutlich das Du keine Gegenargumente findest.Ich glaube kaum, daß Du die Erziehung des Hundes erfunden hast,
ich denke nicht das tina das irgendwie behauptet hat oder?


aber respektiere bitte die, wo Erfolg mit Ihrer Methode haben.
die WO was ;) na egal es gibt auch viele die haben damit "ihren" erfolg, wenn sie den hund schlagen oder zum teletakt greifen. aber ob das gut ist?
willst du damit etwa sagen "der zweck heiligt die mittel"?


@Claudi(gini.aiko):Natürlich schmerzt es einen Hund wenn er geruckt wird, man kann das aber, wie es viele hier geschrieben haben, nicht mit dem Menschen gleichsetzen da der Hund bewiesenermaaßen ein ganz anderes Schmerzempfinden hat.
Mein Hund ist jetzt acht Jahre und hat noch nie irgendwelche Blessuren gehabt.

man muss es ja nicht unbedingt gleichsetzen aber drotzdem ist schmerzt es (sagst du ja selber) und ob dein hund nen wirbelsäulenschaden hat musst du nicht unbedingt wissen oder hast du in röntgen lassen.


nicole

gini_aiko
09.04.2003, 10:24
nick,


@Claudi(gini.aiko):Natürlich schmerzt es einen Hund wenn er geruckt wird, man kann das aber, wie es viele hier geschrieben haben, nicht mit dem Menschen gleichsetzen da der Hund bewiesenermaaßen ein ganz anderes Schmerzempfinden hat.
noch was - ich hab mir keinem wort den hund dem menschen mit seinem schmerzempfinden gleichgesetzt

claudia

Christina2012
10.04.2003, 15:55
hallo, wollte mal kurz einwerfen, dass ich meinem wauwau nun ein stinknormales nylonhalsband gekauft habe...

in blau ist es wirklich schick und steht jonny gut
diese ausführung von vepido hat mich glatt überzeugt:

daß man den hund an einer meterleine rucken muß, zusätzlich frustrieren durch ein scharfes "pfui", um ihn zum "gehorsam" zu bringen
(außerdem kann jonny ja sowieso bei fuß gehen...) :)

nur so als kleine info gedacht, dass die "streitgespräche" im forum auch nützlich sein können

LG christina

ciara
11.04.2003, 09:25
Bei uns kostet der erste Kurs 90 Euro (4 Monate, mind. 2 Stunde/Woche), jeder weitere (mit dem gleichen Hund) 45.
Ausbildung in der Gruppe ( ca. 5-7 Leute), Einzeltraining vor der Prüfung.

Gearbeitet wird mit Leinenruck (jaja weis schon was kommen wird.... - aber besser einige male "kräftiger" an der Leine zupfen als einen Hund der nicht folgt.) Belohung mit Streicheln, Worten, Futter, Spielzeug,...)
Mit und ohne Leine. Auf jeden Hund wird speziell eingegangen. Haben eigentlich für jeden Hund & Hundeführer den richtigen Trainer.

Der Verein ist in jeder Richtung, von GH bis SCHH, FH, BGH,..sehr erfolgreich!

Die Leute fahren zum Teil bis zu 60 km!! Mein Hund und ich sind sehr zufrienden

gini_aiko
11.04.2003, 09:39
Original geschrieben von ciara
Gearbeitet wird mit Leinenruck (jaja weis schon was kommen wird.... - aber besser einige male "kräftiger" an der Leine zupfen als einen Hund der nicht folgt.)

klasse jetzt kannst du stolz auf dich sein :mad: :mad:

wie oben gesagt - die unfähigkeit eines selbst durch leinenruck korrigieren zu müssen, ist allerletzte schublade und ich sehe in der huschu, dass es bei JEDEM hund anderes geht. wie muss man rausfinden, aber es klappt!

ciara
11.04.2003, 10:15
gini_aiko
ja es geht schon aber leider nur nicht bei jedem Hund oder nur bis zu einem gewissen Grad! Kommt ganz darauf was du mit deinem Hund erreichen willst!

Ich arbeite jetzt auch nur mehr mit Futter & Spielzeug.

Findes du es toll wenn ein Hund (egal mit welchem Halsband) ständig in der Leine hängt und zieht? Den interessiert kein Futter & Spielzeug! (Abhängen brauchst so einen auch nicht, jedenfalls bei uns nicht denn dann lebt er nimma lange) da ist ein Leinenruck(oder einige) wirklich harmloser!

Kommst aber bestimmt noch selber drauf.

Wenn meine Hunde folgen, dürfen sie (fast) alles machen! Laufen fast immer ohne Leine. Wenn ein Jogger,.. kommt rufe ich aber alle zu mir und schicke sie Platz. Wenn er weg ist dürfen sie wieder laufen.
Ich kann mit 3 Hunden nicht erlauben das sie nicht folgen(jagen, Radfahrer & co belästigen,...). Ist ja kein Leben wenn sie nur an der Leine laufen.

Ich werden oft angesprochen das meine Hunde so brav sind, obwohl es "Kampfhunde" sind. Noch dazu ehemalige Problemhunde.

gini_aiko
11.04.2003, 10:28
ciara,

hättest du meine beträge gelesen, wüsstest du auch, dass man nicht nur mit futter oder spielzeug arbeiten kann/muss. mein hund hatte ne zeit, da hat er gezogen wie ein stier. nur DASS ich dann, weil ich es nicht fertig gebracht habe mich interessanter zu machen , als seine umwelt an der leine rumzureißen - NEIN das ist wohl zu einfach. ich bin ewig lange in der pampa rumgestanden, ... hab für 100 m ne halbe ewigkeit gebraucht - na und? jetzt kann man hund ohne probs leine laufen ohne gezupfe und gezerre - NUR dieses herumstehen, wendungen, ... dauert vielen einfach zu lange. aber stetig wasser höhlt den stein und hunderziehung braucht eben viel geduld und konsequenz. wer diese zwei punkte inklusvie liebe, sachverstand und ruhe nicht aufbringen kann ist, m.e. fehl am platz.

edda hat da vor einiger zeit mal was schönes geschrieben - sinngemäß *sie hat einmal an der leine gezupft, weil waro zog - sie kam sich vor wie ne tierquälerin, ... und dann noch nur weil sie zu ungeduldig ist, soll es der hund nicht büßen* so was find ich klasse.

wie schon gesagt es gibt kein patentrezept, aber es gibt ein rezept für jeden hund, da muss mit garantie kein ruck dabei sein.

claudia

Thomas
11.04.2003, 10:35
Ciara schrieb: "Der Verein ist in jeder Richtung, von GH bis SCHH, FH, BGH,..sehr erfolgreich! "
Wenn ich den "Erfolg" eines Vereins/Hundeschule einschätzen möchte, dann gucke ich nicht in die Pokal-Vitrine oder schiele auf Urkunden-Wände sondern auf das Verhalten und die Körpersprache der dortigen Hunde (innerhalb und außerhalb des Platzes).

Gruß
Thomas

PS. Ich weiß, Du hast das SO nicht geschrieben, aber zwischen den Zeilen läßt sich das sehr leicht herauslesen.

gini_aiko
11.04.2003, 10:56
ciara


Belohung mit Streicheln, Worten, Futter, Spielzeug,...
und

Den interessiert kein Futter & Spielzeug

ist doch ein widerspruch in sich :rolleyes: :mad:

und dann noch

Ich kann mit 3 Hunden nicht erlauben das sie nicht folgen(jagen, Radfahrer & co belästigen,...). Ist ja kein Leben wenn sie nur an der Leine laufen.
erstens bin ich der meinung, dass keiner sich erlauben kann, dass sein hund nicht hört, aber einige eben weniger als andere. ich hab nen großen schwarzen hund vor dem die meisten angst haben ... und er braucht auch keine leine, aber er hatte die möglichkeit und die zeit alles zu lernen was er braucht und ist aufgrund seines jungen alters immer noch dabei.

zweifelsfrei ist es mehr anstrengung einem hund das leinengehen anders zu lehren, aber DAS sollte er einem schon wert sein. besonders wenn es *problem*hunde sind, die sich schon (eventuell) viel mitgemacht haben.

claudia

AnnaS
11.04.2003, 11:03
Sorry, aber was meinst du bitte mit "anhängen"???

Zum anderen brauchst du es nicht so in den Himmel loben, dass deine Hunde "Kampfhunde" sind und zudem Problemhunde waren. Es gibt auch ganz andere Rassen, die schwierig sind in der Erziehung oder die Probleme machen. Und es gibt auch Mischlinge, bei denen das genauso ist. ICH lese hier zwischen den Zeilen, dass du einfach nur stolz drauf bist, 3(!!!) Anlagehunde spazieren zu führen, von denen du behaupten kannst, dass sie ja solche Problemhunde waren. Damit kannste dich dann schmücken, weil du diese 3 Problemhunde (Anlagehunde) durchaus zu gefügigen Partnern gemacht hast. Vielleicht schmückst du dich auch damit, dass du in der Lage warst, bei ach so problematischen Kampfhunden mal so richtig hart durchzugreifen.

Sorry, aber du solltest wirklich nicht als Maßstab für andere herhalten, denn sowas ist nun wirklich kein Maß. Und weißt du auch, wieso du kein Maß bist? Weil du versagt hast. Du hast in deiner Geduld und in der Fähigkeit, einen Hund auch auf "sanftere" Weise zu erziehen, versagt.
Und mit Leinenruck, Stachelhalsband, Maulkorb und sonstigen kann jeder einen Hund erziehen.

Anna

ciara
11.04.2003, 12:50
????
Hab ja geschrieben wie ich meine/n Hund abrichte. Futter & Spielzeug! Leinenruck brauche ich nicht
Stehen , Wendungen manchen wir auch. Ist ja wohl klar!

„Findes du es toll wenn ein Hund (egal mit welchem Halsband) ständig in der Leine hängt und zieht? Den interessiert kein Futter & Spielzeug! (Abhängen brauchst so einen auch nicht, jedenfalls bei uns nicht denn dann lebt er nimma lange) da ist ein Leinenruck(oder einige) wirklich harmloser!“
war eigentlich nur als Beispiel gemeint (Nachbarshund) Der geht ganz ohne Leinenruck abrichten. Folgt meist am Platz. Zieht aber wie oben beschrieben wenn sie spazieren gehen und ist dabei kaum zu halten.

Andere kommen vielleicht ohne nicht aus. Jeder soll seinen Hund so abrichten wie er es für richtig hält. Aber bitte nur unter Aufsicht & Anleitung eines Trainers! Solange es BEIDEN Spaß macht.

Wollte eiigentlich nur sagen das man (nur) mit sanften Erziehungsmethoden nicht soo weit kommt.
Egal ob Hunde- oder Pferdesport (Peitsche, Sporen, scharfe Gebisse,...). Sieht am ja oft genug und wird dir auch jeder Bestätigen.
Ob man auch so „arbeitet“ muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich mach’s nicht!

1. Also Stachelhalsband und jede Art von Stromhalsbändern sind VERBOTEN!!!!

2. Habe nur 2 Kampfschmuser und einen Terrier. Sind eher zu groß geratene Schoßhunde.
Außerdem ist es mir total egal welche von Hunderasse sie sind. Andere haben damit das Problem! (gibt bei uns keine Anlagehunde!!nur auffällige Hunde!)

3. Habe nur alle 3 weil wir einen Rüden zur Vermittlung hatten und sich nur Zuhälter, Züchter, Ideoten gemeldet haben die nur Geld verdienen wollten und ihn wieder scharf machen wollten. Haben ihn dann nicht wieder hergegeben. Hatte schon genug erlebt. :mad:
Die Hündin auch. Kannte kein spielen, knuddeln, spazieren gehen, andere Hunde außer den Deckrüden & ihre Welpen = Wurfmaschine ab der 1. Läufigkeit! wurde nur geschlagen
Bei uns holt sie ihre ganze Jugend nach. Liebt knuddeln und ihren Ball (der ist immer mit dabei)

Der Rüde hat nicht soo viel Spaß am Abrichten. Üben eben nur ein paar Min. Er findet Agility interessanter.

Die beiden Anderen haben aber Spaß dabei (gibt ja extra Futter und man kann ja mit den anderen Hunden danach Spielen,....)

Meinen Hunden gehts sehr gut und das ist für mich am Wichtigsten!

gini_aiko
11.04.2003, 13:19
hier schreibst du:

Ich arbeite jetzt auch nur mehr mit Futter & Spielzeug
und da:

Hab ja geschrieben wie ich meine/n Hund abrichte. Futter & Spielzeug! Leinenruck brauche ich nicht

dein ganzen geschreibsel strotzt vor widersprüchen und ausflüchten.

ich hab von *euch leinenruckbefürwortern* noch kein ordentliches argument gehört warum ihr ruckt, sondern nur *die anderen methoden mögen bei euren hunden klappen aber bei meinem nicht* - pahhhh :mad: :mad: :mad: klar jeder der nicht ruckt hat ein lämmlein zu hause bei dem alles klappt und ihr armen rucker habt einen hund der es eben *braucht*. bei solchen stupiden aussagen kommt mir die galle hoch. keiner von euch leuchten hat mir noch die frage beantworten können wie lange ihr zb gestanden seid, wenn der hund gezogen hat, ... ihr sagt immer nur, der hund braucht es so. pustekuchen!

ciara
11.04.2003, 13:58
hast ja selbst geschrieben das jeder Hund anders ist!

Leinenruck war bei mir eigentlich zupfen (Ist ja wirklich net schlimm) Nicht so wie ich es schon oft gesehen habe das der Hund fast durch die Luft fliegt....

Hab schon Hunde gesehn bei denn gings anscheinend net anders. Waren total aggressiv gegen den Besitzer (Bes. wollte Rangordnung klären, Hund hat sich das nicht gefallen lassen > biss), wollten es noch mal in der HS versuchen > kappte mit LR . Nachdem die Rangordnung geklärt war, war alles wieder OK > sonst wären sie zT. eingeschläfert worden.
Das finde ICH doch noch besser als gleich einschläfern oder im TH versauern lassen.


Mei Meinen 3 läuft das Loben (Üben natürlich auch) ganz unterschiedlich ab.
kl. Rüde: FUTTER, Loben und Spielzeug
Rüde: schnell gehen beim abrichten und den "Kasperl" runterreißen wenn er's gut macht, Futter und Spießzeug mag er nicht so, ist leider etwas zu gemütlich (blos net viel bewegen *g*)
Hündin: BALL, Futter, Loben und anderes Spielzeug

Beim Obedience kann man sich viele tolle Trainingsmöglichkeiten abgucken

gini_aiko
11.04.2003, 14:07
du willst mir nicht ernsthaft erklären, dass rangordnungsprobleme via leinenruck gelöst werden ...

aber bitte, wenn du meinst ... mir soll es egal sein, nur die hunde tun mir leid ...

Tina2809
11.04.2003, 16:20
Mich juckt es so in den Fingern....

Wollte eiigentlich nur sagen das man (nur) mit sanften Erziehungsmethoden nicht soo weit kommt.
Doch, tut man. Nur vielleicht nicht so schnell. Das ist Tatsache.
Es gibt immer verschiedene Wege, aber wenns darum geht, sich zu profilieren (und beim Hunde-, Pferde, etc- Sport isses nunmal leider meistens so), dann muss es eben schnell, schnell gehen.

Grüße
Tina & Timmy

zasko
11.04.2003, 16:59
Hallo Ciara!


Hab schon Hunde gesehn bei denn gings anscheinend net anders. Waren total aggressiv gegen den Besitzer (Bes. wollte Rangordnung klären, Hund hat sich das nicht gefallen lassen > biss), wollten es noch mal in der HS versuchen > kappte mit LR .

Und ich habe schon Hunde gesehen, die genau wegen des Leinenrucks aggressiv gegen ihre Besitzer geworden sind!!! Weil diese Leinenrucke ein heftiger Angriff von Seiten des Besitzers sind, der für den Hund überraschend kommt, und wo er nicht weiß, weshalb er kommt. Leider ist es bei den meisten Hunden so, dass sie dann Meideverhalten und Submission zeigen, um einen solchen unverständlichen "Angriff" ihres Rudelchefs zu verhindern. Und nur weil - sagen wir mal ca. 90% aller Hunde so reagieren - klappt diese Methode. Aber die restlichen wehren sich. Nur sieht man die auf diesen Plätzen bei solchen Ausbildern nicht. Das sind dann nämlich die, die als unerziehbar gelten, und dann ganz schnell wieder abgeschafft werden.:mad: Mit der Rangordnung hat weder das eine noch das andere (sprich die Hunde bei denen es wirkt und die bei denen nicht) auch nur das geringste zu tun!!! Komisch an der ganzen Geschichte ist nur, dass sich alle Hunde über positive Bestärkung erziehen lassen, selbst die, die aufgrund von Leinenruck und/oder schlimmeren angefangen haben sich zu wehren.


ja es geht schon aber leider nur nicht bei jedem Hund oder nur bis zu einem gewissen Grad! Kommt ganz darauf was du mit deinem Hund erreichen willst!

Das stimmt so einfach nicht. Punkt. Wenn es über positive Bestärkung nicht geht, so liegt es nicht am Hund, sondern am Hundeführer. Wobei es natürlich nicht heißt, dass der Hund nicht auch ein "NEIN" kennt und man ihm seine Grenzen zeigt. Aber gewaltfrei! Und natürlich hat man es schwerer, wenn das Kind früher schon mal in den Brunnen gefallen ist und man das alles "aufarbeiten" muss. Und vielleicht kriegt man das auch nicht mehr hundertprozentig hin. Aber das ginge mit anderen Methoden aber auch nicht. Und wenn es scheinbar doch funktioniert, dann weil der Hund gebrochen ist, und sich gar nichts mehr traut. Wer das möchte...

Und zum Thema, das die positive Schiene länger dauert: Das ist sicher richtig bei Hunden, mit denen man vorher schon anders gearbeitet hat. Aber wenn jemand mit ein bisschen Erfahrung und der Fähigkeit zum richtigen Timing einen Hund von Anfang mit Clicker trainiert, was meint ihr wie schnell das geht!!!
Und falls du nicht glauben willst, wie weit man z. B. mit Clickertraining kommt, dann schau dir mal Obedience oder Agility - Tuniere mit über Clicker gearbeiteten Hunden an!!!

So, dass musste ich mir jetzt von der Seele schreiben.

Gruß,
Susanne

vepido
15.04.2003, 00:44
irgendwo habe ich schonmal den kangal-rüden erwähnt, mit dem ich derzeit per clicker arbeite. er ist 13 monate alt und läßt gerade -recht pubertär- sein typisches kangal-wesen raus.
in der vorherigen hundeschule wurde er von übungsstunde zu übungsstunde gleichgültiger, ließ sich nicht "normal" motivieren... der trainer (diplom tierpsychologe...) schien wohl überfordert zu sein (-dies aber nicht eingestehen zu können und auch nichts über diese rasse zu wissen...), wollte dann somit auf "klassische" art mit leinenruck, etc. arbeiten. das resultat:
der hund begann aggressiv zu reagieren. eben typisch kangal ( http://www.sivas-kangal.de/home/beitrag/kangal.php )...
nach etwa der 4. stunde wollte der "trainer", daß der hund nächstes mal ein teletakt bekommen sollte! welche auswirkungen das bei einem kangal hat, mag ich mir garnicht ausmalen!!! diese türkischen riesen KANN man NICHT mit gewalt erziehen! nur mit fairness, sensibilität, absoluter konsequenz und souveränität.
die leute haben richtig reagiert, sind dort nicht mehr hin gegangen und statt dessen zu mir gekommen. wir trainieren nun per clicker. 4 stunden haben wir bisher gemacht, und der hund spricht da suuuuuper drauf an! langsam können wir sogar schon in der nähe anderer hunde laufen, ohne daß frauchen von dem kolloss hingezerrt wird. er wird immer aufmerksamer gegenüber seinem menschen, kümmert sich immer weniger um die zuvor so interessanten ablenkungen auf den spaziergängen, lernt nun das platz neu und als etwas tolles kennen, führt kommandos schon weit lieber aus. mit härte wäre das bei diesem hund absolut unmöglich gewesen! er würde mit aggressivität reagieren. ich würde fast soweit gehen, zu sagen, daß man diese hunde auch kaum brechen könnte... ( kangals faszinieren mich immer mehr...)

der versuch, sie in der türkei als gebrauchshunde zu nutzen ist komplett fehl geschlagen, da sie ZU selbständig arbeiten und ihnen härte + ausgeprägter wehrtrieb gepaart mit sensibilität angeboren sind.

wenn positive bestärkung bei kangals besser funktioniert als "härte" des hundeführers, dann bei allen hunden...
ps: sogar eine afghanen-hündin, bei der ALLES andere versagte, findet das "glücksspiel clicker" klasse...

vepido
15.04.2003, 00:54
Original geschrieben von zasko

...wenn jemand mit ein bisschen Erfahrung und der Fähigkeit zum richtigen Timing einen Hund von Anfang mit Clicker trainiert, was meint ihr wie schnell das geht!!!
Und falls du nicht glauben willst, wie weit man z. B. mit Clickertraining kommt, dann schau dir mal Obedience oder Agility - Tuniere mit über Clicker gearbeiteten Hunden an!!!

So, dass musste ich mir jetzt von der Seele schreiben.

Gruß,
Susanne

:D das kann ich bestätigen!
heute im welpenkurs hat amys frauchen mit ihr das platz-bleib weiter geübt. amy machte das wunderbar! frauchen war ein paar meter entfernt (hund ohne leine), da "stolperte" ein weit größerer goldi-welpe über amy. sie brachte sich selbst sofort wieder in die richtige platz-position, ignorierte weiterhin den goldi und die anderen tobenden welpen und wartete geduldig auf ihr click! sie ist noch keine 5 monate alt...
klasse, oder? *freu*

zasko
15.04.2003, 14:58
Hallo Veronika!

@Kangals

ich würde fast soweit gehen, zu sagen, daß man diese hunde auch kaum brechen könnte...

Beim Kangal (und auch manch anderem HSH) würde ich dir zustimmen. Die wehren sich eben sehr schnell. Und wenn es einem doch gelingen sollte, die zu brechen, dann wahrscheinlich nur unter Extrembedingungen, sprich alles was der Hund macht, führt zu Unannehmlichkeiten, so dass Hund gar keine Chance mehr hat und dementsprechend sich völlig passiv verhält. Aber da damit ja auch keinem gedient ist, hat es Gott sei Dank noch keiner ausprobiert. Bleibt allerdings immer noch die Frage, ob derjenige, der es ausprobieren möchte, das Ganze überlebt...

@Clickertraining

sie brachte sich selbst sofort wieder in die richtige platz-position, ignorierte weiterhin den goldi und die anderen tobenden welpen und wartete geduldig auf ihr click!

Super!!! Großes Mitfreu! :) :) :) :) :)

Lieben Gruß!
Susanne