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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund verletzen um ihn vom Grundstück zu vertreiben?



schaedling
05.04.2003, 21:46
Unser Hund ist bei uns in der Siedlung eigentlich recht beliebt. Da wir ein recht ruhiges Verkehrsgebiet haben, lassen wir den Hund auch mal ohne Leine (aber nicht unbeaufsichtigt) laufen. Er steckt dann schon mal sein Revier innerhalb der umliegenden sechs Häuser ab. Sofern wir mitbekommen, daß der ca. 4,5 kg schwere Hund mal ein Kothäufchen hinterlässt, entfernen wir dies auch wieder. Allerdings gibt es in der Siedlung einen Hausbesitzer, der behauptet unser Hund würde ihm dauernd in die Einfahrt koten.
Das hat er auch zu Beginn ein paarmal gemacht. Wir haben den Kot aber weggeräumt. Der Hausbesitzer hasst aber unseren Hund seitdem, hat uns auch schon gedroht, daß noch einmal was passieren würde. Heute hat er unserem Hund, als meine Freundin mit diesem beim Gassigehen an seinem Grundstück vorbeikam, und der Hund nur kurz in die nicht umzäunte Garageneinfahrt eingebogen ist, eine ca 2 kg schwere Metallschaufel nachgeworfen. Hätte diese unseren 4,5 kg schweren Hund getroffen, wäre er sicher schwer verletzt worden.

Darf er das, d. h. einen Hund auf seinem eigenen Grundstück verletzen?

Kann man dagegen etwas machen, da wir jetzt ständig in Angst leben, dass er dem Hund etwas antut. Wir können unserem Hund nicht so recht klar machen, daß er bei den anderen Grundstücken in der Siedlung immer gern gesehen ist und sich die Leute freuen, aber dieses eine nicht betreten darf.
Außerdem scheint es nicht ausgeschlossen, daß die Person unseren Hund auch außerhalb des Grundstückes verletzt bzw. tötet, wenn sie ihn erwischt, da sie unseren Hund (und wahrscheinlich alle anderen Hunde auch) hasst.

wäre dankbar für ein paar Tipps.
tschau Claus

Dagi
05.04.2003, 23:33
Hallo Claus,

tja, ist natürlich immer ein leidiges Thema: Hundeliebhaber und Hundegegner...ok, wenn ich mir vorstelle, ich wäre ein totaler Hundehasser (fällt mir seeeeeeehr schwer, aber ich versuch's ;) ) dann würde ich es evtl. auch nicht wollen, daß ein Hund meine Einfahrt (egal ob eingezäunt oder nicht) betritt.

Da Du dort eben ein sehr schwieriges Exemplar an Nachbar hast, gäbe es für mich nur eins: kurz vorher Hund anleinen, demonstrativ an der Leine am Haus vorbei und wieder ableinen. Nicht, um dem Nachbarn einen Gefallen zu tun, sondern um Deinen Hund zu schützen!

By the way: LEIDER ist Dein Nachbar nämlich auch noch im Recht: sein kurzem gilt auch Leinenpflicht für KLEINE Hunde, die ja bisher von der Regelung ausgenommen waren.

OK, handgreiflich darf er natürlich dem Hund gegenüber nicht werden. Geht angeleint in seiner Nähe - nehmt möglicherweise Zeugen mit - WENN er dann mit etwas wirft, dann: Anzeige!

Normalerweise würde ich ja versuchen, mit dem Herrn zu sprechen, aber das scheint ja hier aussichtslos zu sein :rolleyes:

Tja und nun hoffe ich, daß dem Hund nix passiert ...

Liebe Grüße
Dagi + Amy

schaedling
06.04.2003, 09:01
Danke für Deine Antwort.

Das Problem ist, daß wir in einer Kurve wohnen, und daher unser Hund nur eine ca. 30m gerade Strecke zu dem anderen Grundstück zurücklegen muß. Und manchmal startet der Hund dann geradewegs von der Tür direkt zu dem Grundstück läuft. Wir pfeifen Ihn aber jedesmal zurück. Er hat auch schon seit längerem nicht mehr dort gekotet. Leider hat sich der Nachbar inzwischen auf unseren Hund eingeschossen, und glaubt anscheinend, daß der 4,5 kg schwere Chinese Crested ca. 20 cm lange und 3 cm durchmessende Würste fabrizieren kann.
Wie schon gesagt wir entfernen peinlichst genau jede Wurst die unser Hund irgendwo hinterlässt. Darum haben wir ja auch kein Problem mit den restlichen Anwohnern in der Siedlung.
Sollte unser Hund aber tatsächlich nochmal in seine Einfahrt koten, könnten wir das nicht mal entfernen, weil er uns dann wahrscheinlich wegen Hausfriedensbruch anzeigen würde. Er hat nämlich gestern noch von meiner Freundin verlangt, sie solle sein Grundstück verlassen, als Sie vor seiner Einfahrt auf dem Gehsteig stand.
Unser Hund geht aber immer weniger in die Richtung, da wir es ihm inzwischen schon ganz gut abgewöhnt haben.
Aber der Nachbar hat sich eben auf ihn eingeschossen. Und wir trauen ihm alles zu. Daher haben wir jetzt einfach Angst um unseren Hund.
Da er letztens auch persönlich ziemlich beleidigend wurde, scheint es so, als hätte er uns schon länger im Visier gehabt, aber bisher keinen Ansatzpunkt gefunden. der Hund ist jetzt ein gefundenes Fressen für Ihn.

tschau Claus

Tina2809
06.04.2003, 10:11
Hallo!

Wenn es tatsächlich so schlimm ist, dann macht den Hund beim Rausgehen an die Leine, bis ihr da vorbei seid!!!!
Es gibt keine andere Chance, den Hund vor einem Angriff besser zu schützen. Wenn Ihr vorbei seid, könnt Ihr ihn ja wieder ableinen- der Hund wirds mit der Zeit schon lernen, daß er an diesem Grundstück eben nur mit Leine vorbei kann.
Ich verstehe Euch gut, wir haben hier auch so ein paar Hohlblöcke in der Nachbarschaft, aber da hilft echt nix anderes.

Trotzdem viel Vergnügen beim Gassi gehen!!

Tina

OESFUN
06.04.2003, 10:45
Hallo

Ich habe da eine etwas gespaltene Meinung obwohl ich Hundebesitzer bin.

Es ist für nicht Hundebesitzer nicht besonders prickelnd, wenn man Kot und Urin von Hunden auf dem Grundstück oder am Gartenzaun /der Hauswand hat und dieses dann entfernen muss. Daher lasse ich unsere Hunde weder Gartenzäune noch Hauswände anpinkeln und in Vorgärten darf sowieso keiner meiner Hunde. Ich persönlich halte das für die einfachste Form der Höflichkeit und des vernünftigen Zusammenlebens.

Wenn Euer Hund also bei den Nachbarn sein Revier markiert - wäre ich, wenn ich einer dieser Nachbarn wäre davon auch nicht sonderlich erbaut - würde aber definitiv nicht mit Schaufeln werfen, sondern euch bitten das zu unterbinden.

Birgit

schaedling
06.04.2003, 10:55
Das ist uns schon auch klar, aber wie oben beschrieben macht er das ja nicht mehr und er ist immerhin erst 10 Monate alt und lernt noch.
Außerdem sind wir zu jeder Maßnahme bereit, eventuell entstandenen schaden widergutzumachen, und seine Spuren zu beseitigen.
Das klappt zwar bei allen anderen Nachbarn, aber bei diesem einen nicht und wie auch oben erwähnt hat sich unser Nachbar nun uns und/oder unseren Hund als Zielscheibe ausgesucht.

Daß er jetzt sowas nicht mehr macht interressiert ihn nicht.

Er hat ja letztens die Schaufel nach ihm geworfen, als er beim vorbeilaufen vom Bürgersteig nur ca. 50 cm in seine Einfahrt abgeschweift ist, ohne sonst irgend was zu machen.

tschau Claus

Ivonne
06.04.2003, 11:51
Guten Morgen Claus,

ganz einfache Kiste: Hund an die Leine und fertig. Da gibt es ganich viel zu diskutieren, das hat auch nix damit zu tun, ob der Hund noch jung ist, lernt oder sonstwas.
Es geht auch nicht dadrum, das ihr zu jeder Schadensbeseitigung bereit seit. Ihr habt dafür zu sorgen, das Schaden ganich erst entsteht.

Ich würde auch auf jeden Fall das Gespräch mit dem Nachbarn suchen, evtl auch ohne Hund - sonst natürlich angeleint - mit ner Flasche Wein o.ä. Eine höfliche Entschuldigung mit der Auflage, den Hund nur noch angeleint am Grundstück vorbeizuführen sollte da doch erhitzte Gemüter beruhigen.
Falls nicht, wißt ihr, was zu tun ist.

schaedling
06.04.2003, 12:15
Irgendwie ist das jetzt anscheinend nicht rübergekommen, daß der Hund sowas jetzt ohnehin nicht mehr macht, daß der Nachbar unserem Hund jede Scheisse andichtet, daß der Nachbar unseren Hund als unsere verwundbare Stelle erkannt hat, daß wir Angst haben, daß er unserem Hund was antut auch wenn er nicht auf seinem Grundstück ist, und daß anleinen und nicht mehr hinlassen etc. nicht ausreicht, da der Typ unserem Hund an den Kragen will, was er auch lautstark verkündet hat. Ich will eben nicht warten bis was passiert ist.
Reden geht def. nicht.
Da er sofort ausrastet wenn einer von uns nur in die Nähe seines Grundstücks kommt. Und uns bereits auf dem Gehweg von "seinem Grundsück" verweist.

buffymaus
06.04.2003, 12:51
Hallo Claus,

Sorry, wenn ich da was falsch verstanden habe, aber wenn der Hund angeleint ist, dürfte doch gar kein Problem aufkommen:confused:

Wie schon gesagt wurde, Vorgärten und generell Privatbesitz ist TABU, egal ob Welpe oder Riesenhund.

Wir haben selber einen Wuff, trotzdem fand ich es ätzend, wenn Besitzer beim Gassi gehen unseren Vorgarten als Toilette ansahen(Wir haben jetzt gepflastert, aber nicht deswegen):-)))), vor allem, weil 500m weiter das Feld anfängt.

Fühle Dich jetzt bitte nicht angegriffen, aber kann es sein, das Du wegen der Größe Deines Hundes das Problem verniedlichst?????????

"Ich habe nicht das geringste gegen "Fuzzi`s". Meine Tochter hat auch einen 9 Wochen alten Malteser:-)))))"

Oder einfach nur von den anderen Nachbarn verwöhnt?

Liebe Grüße
Andrea

Tina2809
06.04.2003, 12:55
Hallo Claus!

Ich habe so einen Nachbarn direkt an der Grundstücksgrenze wohnen- ich kenne Eure Bedenken und Ängste.

Grunsdätzlich (auch wenn Euer Hundi supelieb zu allen Nachbarn ist, und die anderen ihn auch alle mögen) halt ich es für einen Hund generell zu gefährlich, abgeleint durch die Strassen zu laufen.
Solange wir also im Wohngebiet unterwegs sind, bleibt der Kleine an der Leine, weil
- nicht jeder Mensch sich freut, einem unangeleinten Hund zu begegnen
- nicht jeder Hund sich freut, sondern äusserst stinkig reagieren kann, wenn er einem fremden, unangeleinten Hund begegnet
- der Hund so immer in meiner Nähe ist und ich ihn im Auge habe, was er wo macht (was er frisst, wo er hinmacht, wem er begegnet)
- der Hund vor kein Auto rennen kann

Wenn mein Hund im Garten ist, habe ich immer ein Auge auf ihn. Ich habe auch Angst davor, daß mal was übles rübergeworfen wird, deswegen ist mein Hund nur mit mir draussen zum Spielen oder ich bin auf der Terasse/ am Fenster.

An diesem speziellen Nachbarn kann ich mit meinem Hund (äusserlich) total entspannt vorbeigehen, da mein Hund an der Leine ist, und ich mich auf einem öffentlichen Gehweg befinde.
Ich habe ihm bei der letzten Konfrontation so ruhig und sachlich wie möglich kurz und knapp klar gemacht, daß ich mich von ihm nicht bedrohen lasse.
Ich habe darauf hingewiesen, daß ich sofort die Polizei rufen werde, falls ich mich oder meinen Hund in irgendeiner weise bedroht fühle und mich im Bedarfsfall wehren werde.
Spach´s und ging mit Hundi einfach weiter seinen Weg.
Punkt, aus, basta.

Natürlich werde ich damit einen vorsätzlichen Angriff nicht verhindern können, aber ich bin vorbereitet.
Ich vermeide jeden Angriffspunkt und kann auch nur hoffen, daß es nicht soweit kommt, daß was passiert.

Grüße
Tina

Susan1
07.04.2003, 11:41
Hallo,

"Darf er das, d. h. einen Hund auf seinem eigenen Grundstück verletzen? "

Ganz einfach, wenn ein Hund - und ich habe auch einen - einfach auf meinem Grundstück ist, auf dem sich u.a. meine Katzen befinden (da Hauskatzen, i.d.R. mit Leine - also ggf. wehrlos) und dieser an meine Katzen geht, zögere ich nicht lange.
Was ist das für eine Rücksichtslosigkeit, zu wissen, daß der eigene Hund auf fremden Grundstücken streunt, denn nichts anderes ist das, und dann nicht mit Leine aus dem Haus zu gehen - was zudem noch Gesetz ist?

Im Moment ist mein Grundstück auch noch so, daß kleine Hunde unter der Hecke draufkriechen können, mein Großer allerdings nicht runterkann. Ein Kleiner von nebenan hat dies mit Vorliebe immer getan. Da hatte ich noch keinen Hund. Als ich meinen hatte, bekam der Kleine eins auf den Deckel. Von meinem Hund. Ich würde mich von fremden Hunden auf meinem Grundstück belästigt fühlen, mein Hund und meine Katzen auch - geschweige denn von den Hundebesitzern, die dann eventuell noch einfach in meinen Garten kommen um ihren Hund einzufangen.
Größe des Hundes, und ob er hinmacht oder nicht, ist mir da echt egal.

billymoppel
09.04.2003, 20:59
da scheinst du dir juristisch über ein paar dinge im unklaren zu sein: wir leben nicht im wilden westen und auch nicht in den usa, wo jeder gleich zu knarre greift.
sicher darf man sein hausrecht durchsetzen, aber immer nur mit dem mildesten mittel und auch nur, wenn es im vergleich zum vergehen angemessen ist. das nennt man zivil. also ist es nicht in ordnung, wenn auf einen hund, nur wenn er sich mal auf ein fremdes grunstück verirrt, irgendwie einschlägt. sollte verscheuchen nicht reichen, wirst du es dulden müssen, trotz häufchen. und wenn du katzen an der leine hast, schaff sie doch einfach rein, das ist das mildeste mittel. und befestige dein grundstück. nicht nur, dass du dich strafbar machst, scheint sich deine tierliebe ja offenbar bei den eigenen tieren zu erschöpfen.

schaedling
10.04.2003, 10:52
Also um nochmal was klar zu stellen:

Wir dulden nicht, oder ermutigen unseren Hund auch nicht auf anderen Grundstücken zu streunen.
Es ist halt anfangs ein paarmal passiert, daß er auf die nahegelegenen Nachbargrundstücke rübergelaufen ist.
Das war eine Zeit, wo sowohl der Hund, als auch vor allem wir noch einiges lernen mussten.
Wir haben ihn aber jadesmal sofort zurückgepfiffen und sofern schon was passiert war (ein Geschäftchen) dies auch wieder beseitigt.
Bei dem Nachbern um den es hier geht ist dies aber nicht der Grund.
Bei dem angesprochenen Vorfall lief unser Hund ca. 50 cm von meiner Freundin entfernt neben ihr her. als besagte Garageneinfahrt kam, scherte der Hund um ca. weitere 50 cm und für ca.5-10 Sekunden in diese aus und war bereits wieder am zurücklaufen auf den Gehsteig, als der Mensch seine Schaufel, mit der er anscheinend bereits gewartet hatte nach unserem Hund warf.
Und dies nicht so irgendwie, sondern mit Ausholen über dem Kopf und mit voller Wucht.
Danach hat er dann meine Freundin aufgefordert (milde ausgedrückt) sie solle sein Grundstück verlassen (sie stand auf dem Gehweg, der, sofern ich mich hier nicht absolut falsch liege im allgemeinen Gemeindeeigentum ist), und daß er hier schon länger wohne und daher die älteren Rechte hätte (???).

@ billymoppel
Meine Tierliebe erschöpft sich nicht bei den eigenen Hunden. Immerhin bin ich auch Lactovegetarier, und das nur aus diesem Grund. Aber ich glaube Deine Antwort galt wahrscheinlich "Susan1"

@ Susan1
Ich weiß jetzt nicht, wie oft ich es noch reinschreiben muß, daß der Hund nicht streunt. Eine Grundstücksgrenze, die nur als Übergang zwischen Teer und Pflaster besteht könnte der Hund auch an der Leine um 1/2 m überqueren. Und wenn er das für 5-10 sec. macht sehe ich das nicht als Streunen an. Wir hatten uns auch anfangs in unserer Gemeindeverwaltung erkundigt, ob Leinenzwang besteht, was diese verneint hat.

@ buffymaus
momentan gibts auch kein Problem. Solange nicht bis uns mal ein Fehler unterläuft. Dann wird der Nachbar wohl sein ganzes Arsenal an Gewalttätigkeiten auffahren. Oder ihm wird das warten zu lange, und er beschliesst, daß unser Hund auf unserem Grundstück eine gute Möglichkeit ist, seine aufgestauten Aggressionen auszulassen. Außerdem hat er ja noch den Gehweg vor seinem Grundstück zu seinem Hoheitsgebiet ernannt, und wird daher wohl auch effektive Maßnahmen ergreifen um dieses zu Verteidigen. Da hilts dann wohl auch nix mehr, daß wir ihn nach vollendeter Tat dann Anzeigen können.
Ich glaube nicht, daß ich das Problem verniedliche. Gerade da unser Hund so klein ist, war der Angriff auf ihn so gefährlich. Und das Kotproblem verniedliche ich auch nicht, da ich Hundekot auf dem Gehweg, oder fremden Hundekot in unserer Einfahrt, oder in unserem Garten auch zum kotzen finde. Wir sind sogar schon dreimal die gesamte Straße abgegangen und haben vorsorglich allen Hundekot entfernt. Davon wahern aber mindestens 95% bzw. wahrscheinlich 100% nicht von unserem Hund. Ich habe wahrscheinlich in den 7 Monaten, die wir unseren Hund haben mehr Hundekot entfernt, als die meisten Hundebesitzer in Ihrem ganzen Leben.

das bringt mich auch gleich zur nächsten Frage
@ Ivonne.
Wenn man dafür zu sorgen hat, daß sowas (Hundekot) gar nicht entsteht, und nicht nur, daß man es wieder entfernt. Wo darf ein Hund dann noch hinmachen? (dies jetzt wirklich als ernstgemeinte Frage, also welche Stellen sollte man ihm da angewöhnen) Damit sowas nicht passiert würde ja implizieren, daß man ihm einen Stöpsel in den Arsch steckt.
Unser Hund begeht auch weiterhin das Verbrechen des Ballastabwurfs. Beim Gassigehen löst er sich jetzt an der Seite des Gehwegs bevorzugt in den Ecken bei Verteilerkästen, oder an Laternenmasten. Danach entfernen wir den Kot mit einer Plastiktüte. Aber wenn das nicht ausreicht, sehe ich da wirklich ein Problem für uns. Dies entsteht jedoch nur bei längeren Spaziergängen, da wir ihn vor dem Gassigehen erst in unseren eigenen Garten lassen, damit er sein Geschäft da verrichtet.

Susan1
10.04.2003, 13:09
da scheinst du dir juristisch über ein paar dinge im unklaren zu sein: wir leben nicht im wilden westen und auch nicht in den usa, wo jeder gleich zu knarre greift.


Hhm, habe ich dies geschrieben??????

also ist es nicht in ordnung, wenn auf einen hund, nur wenn er sich mal auf ein fremdes grunstück verirrt, irgendwie einschlägt.

Habe ich dies erwähnt?
Gut, ich sehe, ich habe mit dem Verletzen als Eingang angefangen, ich würde ihn natürlich verscheuchen, es sei denn, er würde meine Katzen angreifen etc.


sollte verscheuchen nicht reichen, wirst du es dulden müssen, trotz häufchen. und wenn du katzen an der leine hast, schaff sie doch einfach rein, das ist das mildeste mittel.

BITTÄ? Ich soll meine Katzen von meinem Grundstück nehmen, weil andere Hunde dies betreten? Du bist juristisch nicht auf dem Laufenden, unser Gemeinde herrsch innerhalb der Ortschaft Anleinpflicht.

und befestige dein grundstück. nicht nur, dass du dich strafbar machst,

Mitnichten, mein Grundstück kann von meinem Hund nicht verlassen werden - wie es die Landeshundeverodnung vorschreibt, Minihunde können es aber betreten. Dürften sie aber nicht, da sich mein Haus innerhalb einer Ortschaft befindet. In welcher Leinenpflicht herrscht.
Man stelle sich mal vor, ich habe auf MEINEM Grundstück, welches komplett umfaßt ist, ein Baby auf der Krabbeldecke liegen. Aha, ich soll also das Baby dann nach drinnen bringen?
Keine Sorge, ich werde schon kein Tier verprügeln oder meine "Knarre" rausholen, es sei denn, der Hund würde meinen Katzen etwas tun. Naturgemäß sind mir meine Tiere erst einmal näher. Ist das bei Euch etwa nicht so?
Ich würde den Hund vertreiben und ein ziemlich ernstes Wort mit dem Besitzer reden.

Dies jetzt unabhängig von Schädlings korrigierendem Kommentar. Jedoch, wenn Du weißt, das es den Nachbarn stört, wo bitte ist das Problem den Hund für die paar Meter an die Leine zu nehmen? So viel Rücksicht kann man doch erwarten.
Daß es in Bayern Gemeinden ohne Anleinpflicht gibt, haut mich allerdings echt um. Kann ich mir nicht vorstellen, die sind doch sonst strenger als wir.

Ivonne
10.04.2003, 18:10
Nabend,

Claus, lies genauer bitte. Ich habe geschrieben, das man Schaden nicht erst entstehen lassen sollte. Ich meinte damit nicht, das der Hund nich mehr kaggen darf. Das ist ja wohl klar und bedarf keiner weiteren Erklärung.

Und das schließt auch mit ein, das mein Hund gefälligst an der Leine zu bleiben hat, wenn er die Möglichkeit hat, andere Grundstücke zu betreten.

Es wird immer wieder vergessen, das nicht andere auf uns Hundehalter und unsere Hunde Rücksicht nehmen müssen (Susan schnitt diesen Punkt bereits an), sondern genau andersrum. Und grade in der heutigen hundefeindlichen Zeit hat sich mein Hund einfach tiptop zu benehmen und ich achte penibel darauf, das mein Hund niemanden belästigt.

Zu Deiner Frage, Claus: Ich kann Dir nicht sagen, wo Dein Hund hinmachen soll, ich weiß nicht, wie es bei Euch aussieht. Wir hier haben in der Siedlung eine stillgelegte Bahnhofsrampe, das ist das Hundeklo. Wenn ich mit meinem Hund hier in der Siedlung gehe (was äußerst selten vorkommt), dann führt der erste Weg zur Rampe, das weiß er und vorher wird auch nich gekaggt. Danach durchstreifen wir hier die Gegend. Falls er dann danach nochmal muß und es bietet sich grad kein passendes brachliegendes Grünstück an, ja dann kommt er an die Leine und ich suche umgehend die nächste Ecke auf, auf der er machen kann.

billymoppel
10.04.2003, 18:22
tatsächlich sind mir meine tiere nicht näher als andere auch. warum sollten sie auch? und so wie ich weiß, dass ich weder meine hunde oder gar mich mich selbst von allen verfehlungen dieser welt abhalten kann, werde ich das mitnichten von anderen haltern oder deren hunden erwarten. und auch nicht von katzen oder vögeln, die auf mein auto scheißen. oder mardern, die sich hin und wieder an meinen bremskabeln zu schaffen machen. that's life.
und ja, wenn der terrier der omi von nebenan durch mein grundstück patroulliert, lasse ich ihn gewähren. ich habe nichts dagegen, dass er mal die pfote hebt und wenn er mal was zurückläßt, räume ich es weg. und kommen die kampf-kater der omi, schicke ich meine hunde tatsächlich rein, weil ich nicht will, dass es zu einem gemetzel kommt. ich bin kein katzen-mensch, aber das muss ja wohl nicht sein. und auch ihre hinterlassenschaften räume ich weg und rege mich nicht eine sekunde auf. omi ist alt und hat ihren zoo sicher nicht mehr ganz unter kontrolle - na und? dafür bekomme ich von der omi immer schöne petersilie, weil die bei mir nicht wachsen mag.
mein hoftor ist immer offen, wenn ich zu hause bin und jeder mensch und jeder hergelaufene streuner ist mir herzlich willkommen. ich schaue, ob es einer von den spezis ist, die gerne mal allein spazieren gehen, weil sich zu hause niemand um sie kümmert, rede eine eine weile mit ihnen oder gebe ihnen ein leckerli und bringe sie anschließend heim. und wenn es keiner der spezis ist, nehme ich das tier und bringe es ins th oder behalte es solange, bis ein platz frei wird. so genieße ich entspannt meine tage und wende mich den dingen zu, die wirklich wichtig sind.

Thomas
10.04.2003, 21:21
Ivonne fragte in Richtung Claus: "Ich kann Dir nicht sagen, wo Dein Hund hinmachen soll, ich weiß nicht, wie es bei Euch aussieht."
Das wußte ich bislang auch nicht, deswegen hab ich mal gegoogelt und bin auch diese hübschen Fotos von Adlkofen <click> (http://www.adlkofen-bilder.de/indexb2b0.html?id=410&type=1) gestoßen. Claus, in eurem ländlich gelegenen 4.000 Seelen - Örtchen sollte die Entfernung zu den umliegenden Wiesen und Äckern doch von keinem Haus größer als schätzungsweise 700m sein, oder? Bitte korrigier mich falls ich falsch liegen sollte.

Gruß
Thomas

schaedling
11.04.2003, 09:06
@ Thomas

Das ist schon Richtig.
Von uns aus sind es sogar nur ca. 400m bis zur nächsten Wiese
Es ging mir aber dabei um die prinzipielle Frageklärung..
Wir sind mit dem Hund aber schon auch mal in Landshut oder München unterwegs, und was machen wir dann.
Außerdem haben wir festgestellt, daß im hohen Gras oder auf Feldern der Kot schwer wiederzufinden und zu entfernen ist, und ich persönlich bin hier der Meinung daß es besser ist, wenn der Hund auf Teer macht, und man es dann entfernt, als in die umliegenden Felder, und ihn dort liegen zu lassen, wo doch immer wieder eine Kinder beim Spielen vorzufinden sind.
Aber kann ja sein, daß ich da falsch liege.

tschau Claus

Susan1
11.04.2003, 10:32
"Wir sind mit dem Hund aber schon auch mal in Landshut oder München unterwegs, und was machen wir dann. "

Normalerweise ist man doch vorher mit dem Hund unterwegs, damit er alle Geschäfte erledigen kann. Da man sicher nicht mit einem Hund stundenlang durch eine Stadt wie München wackelt - ich würde es zumindest dem Tier nicht zumuten - sollte ein erwachsener Hund dann schon einige Stunden einhalten können.
Derjenige, der dem Hund beigebracht hat, nicht auf Teer zu machen und nicht innerhalb bebauter Gebiete andere Grundstücke aufzusuchen, ist dann echt im Vorteil. Für die Unfälle, die passieren können, hat der verantwortungsvolle Hundehalter ein Tütchen mit.

Ansonsten bin ich der Meinung, ist es meine Verpflichtung zu überlegen, wo kann ich den Hund gut mitnehmen, ohne daß er in Streßsituationen (Hilfe, wo ist die nächste Grünfläche) kommt, wann lasse ich ihn besser zuhause.

buffymaus
11.04.2003, 10:38
Hallo Claus,

es geht doch in erster Linie nicht um die Hundehaufen, das Du die entfernst finde ich super ok, sollte ja auch selbstverständlich sein.(leider denken nicht alle so)

Mit dem "verniedlichen" meinte ich nicht den Angriff auf Deinen Hund. Das ist selbstverständlich nicht in Ordnung.
Habe mich vieleicht nicht richtig ausgedrückt:-(((

Ich meinte damit, das alle anderen Deinen Kleinen ja süß finden und es ok ist, wenn er mal ein paar cm die Grundstücksgrenze betritt.

Diesen betreffenden Nachbarn wirst Du auch nicht umerziehen können, deshalb bin ich der Meinung, das man nichts provozieren sollte, sondern wirklich darauf achtet, das er dieses Grundstück nicht betritt, also an die Leine .

Denn wenn er wirklich mal treffen sollte, kannst Du zwar im Zweifelsfalle einen Prozeß gegen ihn führen, aber das sollte nicht im Interesse Deines Hundes sein.

Für den Kleinen könnte es böse enden, und das kann nicht das sein, was Du willst.

Es sei dahin gestellt, ob die anderen auch so freundlich wären, wenn es sich um eine Dogge handeln würde.

Fühl Dich bitte nicht angeriffen(ich wiederhole mich;ich mag die kleinen genauso wie die großen)
aber bei einem kleinen drücken viele eher ein Auge zu.(Erfahrungswert:-(( )

Laß es im Sinne von Deinem Hund nicht auf weitere Konfrontationen ankommen.

Liebe Grüße
Andrea

wiefra3
29.04.2003, 00:05
Original geschrieben von Dagi
Hallo Claus,


By the way: LEIDER ist Dein Nachbar nämlich auch noch im Recht: sein kurzem gilt auch Leinenpflicht für KLEINE Hunde, die ja bisher von der Regelung ausgenommen waren.

wie LEINENPFLICHT für kleine Hunde wo?....glaub ich nicht
....oder hab ich da was verpasst ? wie klein cm/kg ? und im welchem Bundesland?
MfG
Dagi + Amy

Aliantha
29.04.2003, 11:20
Hallo Frank,

ich kann hier nur für NRW sprechen, aber hier wurde die LHV mit Wikrung zum 1.1.2003 entsprechend geändert. Hier der entsprechende Ausschnitt:


§2 Allgemeine Pflichten
[...]
(2) Hunde sind an eine zur Vermeidung von Gefahren geeigneten Leine zu führen.
1. in Fußgängerzonen, Haupteinkaufsbereichen und anderen innerörtlichen Bereichen, Strassen und Plätzen mit vergleichbarem Publikumsverkehr.
2. in der Allgemeiheit zugänglichen umfriedeten Park-, Garten- und Grünanlagen einschliesslich Kinderspielplätzen mit Ausnahme besonders ausgewiesener Hundeauslaufbereiche,
3. bei öffentlichen Versammlungen, Aufzügen, Volksfesten und sonstigen Veranstaltungen mit Menschenansammlungen, in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindergärten.

Die gesamte LHV findest du hier. (http://www.vdh.de/media/landeshundegesetz.pdf)

Vielleicht meldet sich hier ja auch noch jemand für die anderen Bundesländer.

Gruss, Anja

Dagi
29.04.2003, 12:15
Hallo Frank,

ich habe das kürzlich in einem Artikel gelesen in einer der Hundezeitschriften...ich such schon wie 'ne Wilde um es hier noch mal abzutippen. Der Beitrag hatte damit eigentlich nichts zu tun, es wurde praktisch "nebenbei" erwähnt.

Ich such mal weiter... :D

Liebe Grüße
Dagi + Amy

Mäusezahn
12.05.2003, 10:19
Hallöchen, zusammen,
also scheinen wir in Bayern (ausnahmsweise mal) das leichtere Ende gezogen zu haben! Soweit ich weiss, dürfen Hunde, ausser bestimmte Rassen, frei laufen, unabhängig von der Größe. Zumindest habe ich online keine anderen Verordnungen gefunden. In Parks herrscht meistens Anleinpflicht (städtische Regelungen), finde ich okay, da dort sehr viele Nicht-Hunderer unterwegs sind.
Bez. böse Nachbarn: da bleibt nichts anderes zu tun, als den Hund anzuleinen und demonstrativ einen Bogen um das Grundstück (einschliesslich Gehsteig) zu machen, vielleicht laut sagen: Guck mal, der böse (dumme?) Mann. ;)
Nicht ärgern, nur wundern!
Karin